Am 29./30.10.11 fand in Berlin die zweite Vollversammlung der Bundeskonferenz der Lehrbeauftragten an Musikhochschulen (bklm) statt, zu der Vertreter von fast allen deutschen Musikhochschulen erschienen waren. Als Gäste waren anwesend: Prof.Martin Ullrich (Vorsitzender der Rektorenkonferenz der deutschen Musikhochschulen)

und Vertreter von DTKV, DOV, GEW und ver.di.

Die Frankfurter Resolution ist weiterhin die Grundlage unserer politischen Arbeit.

Die bklm erwartet von den Landesregierungen eine deutliche Erhöhung der Hochschul - Etats, ohne die die Forderungen der Frankfurter Resolution nicht umzusetzen sind.

Eine große Aufgabe wird in Zukunft sein, Wege in die Politik zu suchen, zu finden und zu gehen, um die verantwortlichen Politiker mit der Problematik vertraut zu machen.

Länderspezifische Unterschiede der Fakten und Forderungen, wie sie sich aus der vielfältigen Hochschullandschaft in Deutschland ergeben, sind vor Ort in Verhandlungen mit Politikern und den zuständigen Landeseinrichtungen zu berücksichtigen.

Die bklm fordert feste Stellen für die Fächer, die den Kernbereich der Lehre abdecken, ohne die der Hochschulbetrieb nicht aufrecht zu erhalten ist und die damit eindeutig den Lehrbetrieb sicherstellen. Des Weiteren appelliert die bklm an die Hochschul – Leitungen, Lehrbeauftragte, die seit vielen Jahren eine hoch qualifizierte Arbeit an der Hochschule geleistet haben, bei der Besetzung von neu zu schaffenden Stellen vorrangig zu berücksichtigen. Lehraufträge, die auch in Zukunft erteilt werden, müssen endlich angemessen, d.h. deutlich besser als bisher vergütet werden.

Die bklm fordert, die Ungerechtigkeiten, die das System "Lehraufträge an Musikhochschulen" mit sich bringt, zu beheben – sowohl zwischen Lehrbeauftragten und festangestellten Hochschul - Lehrern als auch innerhalb der Gruppe der Lehrbeauftragten - und keine neuen Ungerechtigkeiten zu schaffen. 

Von Prof. Ullrich (Vorsitzender der Rektorenkonferenz der Musikhochschulen) wurde angeregt, eine empirische Erhebung zu machen, mit der festgestellt werden kann, welchen Status die Lehrbeauftragten in realiter haben – vom Lehrauftrag in Kombination mit anderweitigen Verträgen (z.B. Orchestermusikern) bis hin zu den Kolleginnen und Kollegen, deren Haupteinkommen der Lehrauftrag bildet. Dazu kann durch eine solche Umfrage eine aktuelle Aussage über Anzahl und Unterrichtsanteil der Lehrbeauftragten an den deutschen Musikhochschulen erreicht werden.

Prof. Ullrich hat zugesagt, den Dialog mit der bklm dauerhaft fortzusetzen: sowohl durch Teilnahme von bklm-Vertretern bei der RKM als auch durch seine Teilnahme an künftigen Vollversammlungen der bklm und auch bei Bedarf jederzeit zwischen diesen Veranstaltungen.

Die bklm wird auch weiterhin mit ihren Partnern zusammenarbeiten. Mit der DOV wird eine Kooperation auf Bundesebene angestrebt. Der DTKV bleibt auch in Zukunft wichtiger Ratgeber für die Arbeit der bklm. Auf Landesebene sollen Aktionen mit den anderen kooperierenden Gewerkschaften (GEW und ver.di) fortgesetzt werden.

Evelyn Wentz, HfMDK Frankfurt/M, schied auf eigenen Wunsch aus dem Sprecherteam aus. Das Sprecherteam dankt ihr für Ihre Verdienste. 

Neue Sprecher sind:

Prof. Friedemann Immer – HfMT Köln

Prof. Karola Theill - HfM Hanns Eisler Berlin und HMT Rostock

Stellvertretende Sprecher/Sprecherinnen sind:

Ulrike Höfer – HfM Freiburg/Breisgau    //    Eckhart Hermann – HfMT München

Sebastian Plate – HfMT Köln    //    Prof. Edith Salmen – HMT Rostock

Carola Schlüter – HfMDK Frankfurt/M