Reform des Lehrauftrages an Musikhochschulen

                          in Baden – Württemberg

 

1. Umwandlung der Lehraufträge in feste Anstellungsverträge (auch Teilzeit)

    für Lehrbeauftragte (ca. 61 % der jetzigen Lehrbeauftragten), die mehr als 5 Jahre unterrichten.

    Dies nicht nur einmalig, sondern auch grundsätzlich als Karriereweg.    

 

               

                 - Dauerverträge und Karrierewege für Dauertätigkeiten -

   

    Dies verbunden mit einer sorgfältigen, nachhaltigen Personalplanung durch die Rektorate, damit Lehrbeauftragte nicht durch Stundenverschiebungen ihre 

    Arbeit verlieren.

2. Verbesserte Vertragsbedingungen für die aus sachlichen Gründen verbleibenden Lehraufträge: orientiert an Nordrhein - Westfalen

3. Anteil der Lehraufträge an der Lehre gesetzlich begrenzen auf 10 %, um Missbrauch vorzubeugen. Darüber hinausgehende Lehraufträge nur nach 

    Begründung und Prüfung durch einen unabhängigen Prüfer (Ministerium).

4. Mindesthonorar festlegen:

-         für Lehrbeauftragte im freischaffenden Status: 60 € (incl. Sozialabgaben)

-         für Lehrbeauftragte mit fester Anstellung anderswo: 50 € (ohne Sozialabgaben)

5. Regelmäßige individuelle Honorarsteigerung für notwendig dauerhaft im  Lehrauftrag verbleibende Lehrbeauftragte (z.B. bei sehr niedriger Stundenzahl wie  

    in Akkordeon –Methodik u.ä.)

6. Demokratische Rechte der Lehrbeauftragten stärken:

-         Anteilsmässige Mitsprache in Gremien und Kommissionen. Mit Stimmrecht (gegen angemessene Bezahlung)!

         Verhältnis bisher: Senat z.B. 1 bzw. 0 Lehrbeauftragte, 15 Festangestellte

-         Personalratsvertretung

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Fakten Lehrbeauftragte Ba - Wü:                                 (Quelle Umfrage bklm Frühjahr 2012)

3-30 Jahre unterrichten in BaWü                     ca  61,20 %

davon mehr als 10 Jahre                                ca  32,14 %                    (bundesweit ca 45 %)

LA existentieller Teil der Einkommens               ca  59,37 %                    (bundesweit ca 59 %)

Interesse an einer festen Stelle haben             ca  73,66 %                    (bundesweit ca 79 %)

eine feste Stelle im Orchester/Theater haben   ca  16,50 %                    (bundesweit ca 13 %)

 

Die Forderungen nehmen Bezug auf die Frankfurter Resolution der bklm

 

Die Landeskonferenz der Lehrbeauftragten am Musikhochschulen (LKLM)

Stefan Bott           -    Mannheim               Stefan Halder         -    Trossingen/bklm 

Ulrike Höfer          -    Freiburg/bklm          Claudia Schojan    -    Stuttgart

Maria Stange        -    Karlsruhe           Benjamin Kammerer   -    Mannheim/bklm

                                                                                      

                                        Stuttgart im Dezember 2012