Abschlusserklärung

 Am 27./28. Oktober 2012 fand die 3. Bundeskonferenz der Lehrbeauftragten an Musikhochschulen (bklm) in der Hochschule für Musik und Tanz Köln statt

 

 

In vielen Gesprächen, Diskussionen und einer öffentlichen Podiumsdiskussion mit Vertretern der  Rektorenkonferenz der Musikhochschulen (RKM), der Deutschen Orchestervereinigung (DOV), des Deutschen Musikrats (DMR) und aus der Politik wurde die Situation der Lehrbeauftragten von verschiedenen Blickwinkeln beleuchtet. Dabei wurde konstatiert, dass es in einigen Hochschulen durchaus Verbesserungen zu verzeichnen gibt, sich aber in anderen Instituten die Situation sogar verschlechtert hat und grundsätzlich noch viele - zu viele - Forderungen der „Frankfurter Resolution“ nicht umgesetzt worden sind.

 

Verbesserungen gab es z.B. an den Musikhochschulen (MHS) in NRW (Versicherungs- und Mutterschutz, Lohnfortzahlung im Krankheitsfall, voraussichtliche Erhöhung der Bezüge) und Dresden, wo die Erhöhung des Etats an die Lehrbeauftragten (LB) weitergegeben werden soll.

 

Außerdem ist als großer Erfolg zu werten, dass an den meisten MHS Vertreter der LB gewählt worden sind. Die bklm-Sprecher sind auf der RKM präsent, die Situation der LB ist auf Bundes- und Landesebene in den Gremien ein Thema.

 

Die Podiumsdiskussion hat gezeigt, dass der Gedanke, Lehraufträge in feste Stellen umzuwandeln – bisher durch den Vorsatz der „Bestenauslese“ abgelehnt – durchaus überdacht werden kann.

 

Die bklm bittet alle Vertreter, weiterhin und verstärkt auf die Mitglieder der Landtage (MdL) und die Ausschussmitglieder zuzugehen und diese zu informieren, da bei ihnen noch großer Informationsbedarf besteht. Um eine größere gesellschaftliche Macht zu werden, sollten viele LB der DOV, der Gewerkschaft der Orchester, freien Musiker und Lehrbeauftragten, beitreten.

 

Leider musste die bklm auch negative Entwicklungen zur Kenntnis nehmen:

  • von LB erstrittene Finanzmittel und Stellen, die in die Globalhaushalte der MHS einfließen, kommen immer wieder den LB nicht oder nicht in vollem Umfang zu Gute.
  • Lehraufträge werden weiterhin missbräuchlich im Kernbereich der Lehre dauerhaft eingesetzt.
  • LB verlieren weiterhin ohne rechtzeitige Vorankündigung und ohne sachliche Begründung trotz jahrelanger Bewährung ihren Lehrauftrag.
  • Musikhochschulen halten immer wieder zum Nachteil der Lehrbeauftragten ihre Selbstverpflichtungen nicht ein.

Dies wird von der Vollversammlung der bklm scharf kritisiert.

 

Begründung:

Aufgabe der Verantwortlichen in Politik und den Institutionen ist es nicht nur für Finanzmittel, Stellen und einen laufenden Betrieb zu sorgen, sondern auch und vor allem für Gerechtigkeit.

 

Die bklm fordert die politisch Verantwortlichen nachdrücklich auf, sich zu der Existenz der Musikhochschulen zu bekennen und dafür zu sorgen, dass der Existenzdruck auf die Institutionen nicht unmittelbar auf den Lehrbeauftragten lastet.

 

Die neu gewählten SprecherInnen der bklm:

 

Sprecher:          Prof.Friedemann Immer – HfMT Köln

                        Prof. Karola Theill – HfM Hanns Eisler Berlin und HMT Rostock

Stellvertretende SprecherInnen:

Stefan Halder – HfM Trossingen // Ulrike Höfer - HfM Freiburg i.Br.// Benjamin Kammerer – MuHo Mannheim// Arvid Ong – HMTM Hannover// Carola Schlüter HfMDK Frankfurt a.M.

  

Der herzliche Dank der bklm gilt den ausgeschiedenen SprecherInnen: Prof. Eckhart Hermann –HfMT München // Sebastian Plate – HfMT Köln // Dr. Prisca Salib – HMT Rostock // Prof. Edith Salmen – HMT Rostock