Statements der BKLM

bklm - Brief an die Bundesbildungsministerin Frau Prof.Dr. Johanna Wanka                                                 

Sehr geehrte Frau Prof. Dr. Wanka,
im Namen unserer Kolleginnen und Kollegen möchten wir Sie auf die prekäre Situation der Lehrbeauftragten an Musikhochschulen aufmerksam machen.
Den beigefügten Schreiben an den Deutschen Musikrat und die Kultusministerkonferenz ging am 6.11.2014 ein bundeweiter Protesttag voraus.
Wir begrüßen Ihre Bemühungen um den lehrenden und forschenden Nachwuchs!
Als Ausweg aus der Perspektivlosigkeit der Lehrenden sprechen sich politische Vertreter auf Bundes- sowie auf Landesebene zunehmend für Modelle wie den Tenure Track und die Nachwuchsförderung aus. Unberücksichtigt dabei bleibt die derzeitige Situation von langjährigen, hochqualifizierten Lehrenden an Musikhochschulen, die Lehrbeauftragten, von denen viele 40 Jahre und älter sind. Sie würden altersbedingt aus den Modellen herausfallen. Hier ist aus unserer Sicht dringend ein Umdenken bei den politischen Entscheidungsträgern geboten. Die Entfristung der Lehraufträge in Teilzeitstellen und eine deutliche Anpassung der Honorarsätze bei notwendig verbleibenden Lehraufträgen halten wir für notwendige Maßnahmen, damit auch diese Generation Lehrender zukünftig sozial abgesichert ihren staatlichen Arbeitsaufgaben nachkommen kann.
Die prekäre Situation und die weitgehende Untätigkeit der Politik trotz langjähriger und vielfältiger Bemühungen unsererseits stellt eine erhebliche Belastung für den sozialen Frieden in den Musikhochschulen dar.
"Der Staat hat in der Lehrbeauftragtensache Dreck am Stecken"
hat der Minister a.D. Dr. Thomas Schäuble im Freiburger Hochschulrat 2011 gesagt.
Nicht ohne Grund.
Wir bitten Sie nachdrücklich, sich des Themas „prekäre Situation der Lehrbeauftragten an Musikhochschulen“ anzunehmen

Umsetzung der Mindeststandards für Lehrbeauftragte an Musikhochschulen im bundesweiten Vergleich

Die deutschen Musikhochschulen                Leipzig, 27. Juni 2013

Präambel

Die Hochschulleitungen anerkennen mit hoher Wertschätzung die künstlerischen, wissenschaftlichen und pädagogischen Leistungen der Lehrbeauftragten.

     Reform des Lehrauftrages an Musikhochschulen

                          in Baden – Württemberg

 

1. Umwandlung der Lehraufträge in feste Anstellungsverträge (auch Teilzeit)

    für Lehrbeauftragte (ca. 61 % der jetzigen Lehrbeauftragten), die mehr als 5 Jahre unterrichten.

    Dies nicht nur einmalig, sondern auch grundsätzlich als Karriereweg.    

 

Abschlusserklärung

 Am 27./28. Oktober 2012 fand die 3. Bundeskonferenz der Lehrbeauftragten an Musikhochschulen (bklm) in der Hochschule für Musik und Tanz Köln statt

 

Vorlage der Bundeskonferenz der Lehrbeauftragten an Musikhochschulen (bklm)

zur Rektorenkonferenz in Düsseldorf am 6. Juni 2012

 

Mindeststandards der Arbeitsbedingungen

für die Lehrbeauftragten an Musikhochschulen

 

 

Kommentar zur Frankfurter Resolution 30.10.2011

Dieser Kommentar soll einige Aussagen der FR erläutern, einen Leitfaden zu Gesprächen mit Politikern und Rektoren darstellen und Anregungen zu solchen Gesprächen geben.

Am 29./30.10.11 fand in Berlin die zweite Vollversammlung der Bundeskonferenz der Lehrbeauftragten an Musikhochschulen (bklm) statt, zu der Vertreter von fast allen deutschen Musikhochschulen erschienen waren. Als Gäste waren anwesend: Prof.Martin Ullrich (Vorsitzender der Rektorenkonferenz der deutschen Musikhochschulen)

Bundeskonferenz der Lehrbeauftragten an Musikhochschulen BKLM
22./23. Januar 2011 in der HfMDK Frankfurt am Main

„Frankfurter Resolution“

 

Präambel

Lehraufträge an deutschen Musikhochschulen sollten ursprünglich der Ergänzung des Lehrangebots dienen. Die Realität sieht jedoch anders aus: Weit über die Hälfte des Unterrichts wird - bereits seit Jahren - von Lehrbeauftragten erteilt, so dass nur noch von einer Sicherstellung des Lehrangebots durch Lehraufträge gesprochen werden kann. Diese nebenamtlichen Hochschullehrer verdienen nur einen Bruchteil ihrer fest angestellten Kollegen und sind arbeitsrechtlich in keiner Weise abgesichert. Zahlreiche Gespräche mit verantwortlichen Politikern und den Hochschulleitungen über Veränderungen der unhaltbaren Situation der Lehrbeauftragten haben zu keinem befriedigenden Ergebnis geführt.

Videomitschnitt einer Gesprächsrunde zum Thema Lehrbeauftragte, die auf Initiative der DOV auf der Musikmesse Frankfurt stattfand und von der nmz moderiert wie aufgezeichnet wurde:

Musikmesse 2015 – Videomitschnitte: Leere Versprechungen – Thema Lehrbeauftragte an Hochschulen | nmz - neue musikzeitung

Teilnehmer waren: Ulrike Höfer – Sprecherin bklm, Lehrbeauftragte a. d. Musikhochschule Freiburg

Prof. Robert Ehrlich – Rektor Musikhochschule „Felix Mendelssohn-Bartholdy" Leipzig

Gerald Mertens – Geschäftsführer DOV

 

 

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