Protokoll der Bundeskonferenz der Lehrbeauftragten an Musikhochschulen (bklm) am 25. und 26. Oktober 2014 in Hannover

Anwesend: Hochschule:

Karola Theill Hanns Eisler Berlin, Rostock, Lübeck
Rico Gatzke Rostock
Utz Weißenfels Bremen, Oldenburg (Universität, Studiengang Lehramt)
Peter Sabbagh Bremen
Birgit Schmieder UDK Berlin, DOV-Vertretung
Martina Fiedler Nürnberg
Saskia Fikentscher München
Jutta Ernst Saarbrücken
Arvid Ong Hannover, Detmold
Stefan Halder Trossingen
Benjamin Kammerer Mannheim
Ulrike Höfer Freiburg
Carola Schlüter Frankfurt
Darko Bunderla Lübeck
Ken Pehmöller Münster, Osnabrück
Claudia Naumann Leipzig
Friedemann Immer Köln, DOV-Vertretung
Bettina Preusker Dresden

 

Von 8 Hochschulen werden die Reisekosten übernommen. 8 Lehrbeauftragte (Sprecher/ Delegierte) erhalten Reisekosten von der DOV.

Die Teilnehmenden werden im Folgenden mit ihren Initialen genannt
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Begrüßung durch Arvid Ong

Vorstellung der Teilnehmenden

TOP 1
Bericht der Sprechergruppe:

CS: Vorbereitung auf den Aktionstag.
Die bklm ist zu einer Institution geworden: Offene Briefe der bklm führten zu großem Echo von Seiten einiger Rektoren, die bklm wird als Institution ernst genommen und die offenen Briefe haben Wirkung gezeigt:
• offener Brief in BW
• offener Brief Halle (Uni mit Musikbereich)
• offener Brief Frankfurt / Flugblätter im Namen der bklm

Bericht AO zur Rektorenkonferenz an Musikhochschulen (RKM): Das Problem ist angekommen. Die Forderungen werden immer weiter wiederholt. Es ist zu überlegen, ob die Thematik weiter geöffnet werden sollte, um für die RKM weiterhin interessante Aspekte zu vertreten. Wer gestaltet den Bildungsbereich Musik? Welche Rolle spielen dabei die Hochschulen? Sollte die Hierarchie innerhalb der Hochschulen aufgebrochen werden? Wo müssen Hochschulen sich organisatorisch verändern? (Lehraufträge (LA) sind faktisch Kettenverträge, die eigentlich politisch geächtet sind und sollten für kontinuierliche Aufgaben nicht eingesetzt werden. Schwankende Bedarfe müssen auch mit festangestellten Dozenten möglich sein.) Die RKM wünscht auf der nächsten Rektorenkonferenz mehr Diskurs mit den Rektoren.

FI: Zusammenarbeit mit der Deutschen Orchestervereinigung (DOV): Vorbereitung auf den Aktionstag. Zusammenarbeit hat sich bewährt. Werbung für die Mitgliedschaft.
Großer Aufwand der DOV in Bezug auf den Aktionstag. Einrichtung einer halben Stelle für Lehrbeauftragte (LB) und Freiberufler, die von Tabea Beuttler ausgefüllt wird.
Werbung für die DOV: Die DOV ist mit einem Mitgliederbeitrag von 0,55% des Einkommens deutlich billiger als andere Gewerkschaften. Zudem bietet sie direkte telefonische Beratung und eventuell Klärung juristischer Fragen an.

Diskussion zu DOV und anderen Gewerkschaften

TOP 2
Berichte aus den Musikhochschulen

Darko Bunderla, Lübeck:
143 LB, 30 Professoren, Anteil an der Lehre 58%, 435 Studierende, 2015 4% mehr Gehalt.
25 verschiedene Vergütungsgruppen. Unterste Stufe etwa bei 18€, oberste Stufe verhandelbar. Nebenfach bei 33€, Hauptfach 44€. Es ist gelungen, eine Summe von ca. 50.000€ für die LB im Zielereinbarungsvertrag 2015 einzufordern.
LB in Lübeck sind Mitglieder der Hochschule. Geplant sind Gespräche mit Vertretern des Landtags. Die Mobilisierung der LB ist themenabhängig mehr oder weniger erfolgreich: Wahlbeteiligung zwischen 10% und 38%.
Versammlungen finden morgens und abends statt, dadurch werden mehr LB erreicht.

Ken Pehmöller, Münster, Osnabrück:
Institut für Musik? Osnabrück: Gehört zur Fachhochschule mit eigenen Stundensätzen. Seit diesem Semester Erhöhung um 20% auf Drängen aus dem Wirtschaftsbereich. Jetzt 33€, vorher 27€
Universität Osnabrück Schulmusikabteilung: Vergütung Instrumentalbereich: 19,70€. Die meisten LB haben eine Festanstellung (Orchester etc.). Wissenschaftlicher Bereich knapp 22€
Münster: Unklar, ob etwas passieren wird. Es ist angedacht, die Honorare „wichtiger" Fächer um bis zu 100% anzuheben (bisher 35€).

Utz Weißenfels, Bremen:
Vor zwei Jahren wurde ein Sprecherrat von 4 LB gegründet, der intensiv zusammenarbeitet.
Instrumentalbereich: 23 - 26€, im Theoriebereich bis 32€. Position des Rektors sehr sensibel / lügt / unklar. UH: Rektor ist „befristet loyal"
Motivation: Rundmails werden teilweise beantwortet, im Konkreten aber kaum.
Politik: Versuch, die grüne Bürgermeisterin zu erreichen (zusammen mit Andreas Bausdorf)
Stefan Halder, Trossingen:
Durch die 4. bklm in Trossingen sind LB aufgewacht und interessieren sich für das Thema

Saskia Fikentscher, München:
Unterste Stufe wurde abgeschafft (27€). Bleiben zwei Gruppen (knapp über 30) und 39€ für Hauptfach. Es ist unklar, wie es mit dem Sprecherteam weitergeht. Kontakt zu Politikern: Es gibt 4 statt 3 Millionen für die LB an Musikhochschulen (CSU), diese Million soll auch exklusiv der Erhöhung der Entgelte für die LB zukommen.

Friedemann Immer, Köln:
Große Hochschule mit 400LB, die über 50% des Unterrichts geben.
Mitbestimmung ist sehr gut (Senat mit Stimmrecht), Mutterschutz mit Lohnfortzahlung, studentische Hilfskraft, Personalrat Lehre mit 9 Mitgliedern (nicht weisungsgebunden). 12/13 insgesamt 15% mehr Geld (als Ausgleich zu den ausgebliebenen Lohnsteigerungen der letzten 10 Jahre). Im Gespräch: Angleich an den öffentlichen Dienst.
Briefaktion: Alle Landtagsabgeordneten wurden angeschrieben. Die Politiker werden oft zum ersten Mal richtig informiert und beginnen sich, für das Thema zu interessieren.
Köln und Detmold: gute Beziehung zu den Rektoren – andere Hochschulen?
Senats-Tagesordnung: jedes Mal Bericht der Lehrbeauftragtenvertretung
45,20 € für Hauptfach, 35,30 € für Nebenfach – neue Berechnung, jetzt auf Basis von 32 Wochen im Jahr!

Jutta Ernst, Saarbrücken:
200 LB, 50% des Lehrvolumens
4 Gruppen: 20€ bis 49€
Respektvoller Umgang mit den LB.
Brief an Kultusminister, um einen Termin zu bekommen. Rückbrief: Überarbeitung der Vergütungsverordnung sei geplant. Gesprächsrunde mit Vertretern der CDU. Der Rektor setzt sich für die LB ein, kann allerdings nichts machen und übergibt an die LB.
Reisekosten werden nicht mehr vergütet (es fehlen 60000€), sollen aber ab Sommersemester wieder vergütet werden. Es ist möglich, dass die unterste Stufe der LB mehr Geld erhält. Wie viel?
LBs sind Mitglieder der Hochschule
Der Rektor und Kanzler stehen auf der Seite der LB
Die Honorare werden nicht von den Rektoren bestimmt, sondern im Hochschulgesetz festgelegt.
FI: Es sollte festgehalten werden, wie diese Situation in den verschiedenen Bundesländern ist
DB: Wie rechnen die Hochschulen die LB-Vergütung ab?
FI: NRW ist das einzige Land, in dem Versicherung bezahlt wird – Nachteil: auch Arbeitslosenversicherung muß bezahlt werden!
KT: Empfehlungen für Bezahlung in Rostock im Landeshochschulgesetz: Es wird viel weniger gezahlt.
KP: Hochschulen schaffen sich Möglichkeiten, um mit den Honoraren flexibel umzugehen
CN: Hochschulautonomiegesetz in Sachsen.

Benjamin Kammerer, Mannheim:
Transparenz in der Hochschule musste erkämpft werden. Fahrtkosten und Prüfungsentgelte müssen gefordert werden. Sätze steigen nach 3 Jahren automatisch von 22 auf 25 auf 32€. Höchstsatz 38 und in besonderen Fällen 44€.
Carola Schlüter, Frankfurt:
Keine Rückmeldung von 380 Kollegen. Selbst betstens abgesicherte Kollegen scheinen Angst zu haben. Rektor blockt.

Karola Theill, Hanns Eisler:
Sprecherteam eigentlich nicht aktiv und unerfahren. Derzeit kein Rektor. Situation in Berlin schwierig: 100 Studenten mehr sollen beim gleichen Geld ausgebildet werden.
Im Zuge der Umwandlung auf Bachelor/Master wurden Fehler begangen. Folge daraus ist, dass die LB Korrepetition plötzlich nur noch die Hälfte unterrichten dürfen. UH: Thema für die RKM?

Rico Gatzke, Rostock:
LB-Anteil an der Lehre: über 70%
HS-Leitung setzt sich in Politik (z.B.: Anhörung im Finanzausschuss) sehr für das Thema der LB ein
kleine Erfolge: Abschaffung der detaillierten Abrechnung und stattdessen pauschale Abrechnung der Reisekosten und der Stunden. Trotzdem entstehen für die Hochschule keine Mehrkosten. Gespräche zwischen Rektorat und Ministerien. Ein Treffen mit allen vier großen Parteien ist geplant. Es gab ein Festival der Hochschule zum 20-jährigen Jubiläum mit einem LB-Raum „der arme Lehrauftrag"
Es gab eine Podiumsdiskussion. Der bildungspolitische Sprecher der Grünen sagte, das Geld sei da, man müsste nur noch klarmachen, dass die LB es wirklich brauchen.
Kriterienkatalog für die Honorarsätze ist in Arbeit – durch Hochschul-Leitung
Im aktuellen Hochschulentwicklungsplan wird an erster Stelle die Erhöhung der Honorare der LB und die Schaffung festen Stellen gefordert.

Claudia Nauheim Leipzig:
Studiengebühren sollten zu neuen Sätzen führen: 23€ wurden zu 25€ für die ersten 5 Jahre Unterrichtserfahrung. Danach 30€ und 35€ (nur selten). Amtszeit des Rektors läuft ab. Die Honorarentwicklung soll an den öffentlichen Dienst angekoppelt werden.
Wahrscheinlich wird die SPD das SMWK übernehmen.
CN erhält die Kosten für die bklm nicht von der Hochschule, sondern von den LB mit fester Stelle im Orchester.
MDR-Redakteur wagt nicht, zu moderieren, weil es dort eine ähnliche Diskussion gibt
UW: Ist die bklm in der Lage, sich mehr zu solidarisieren?

Martina Fiedler Nürnberg:
29€-39€. LB-Sprecher-Team in regelmäßigem Kontakt mit der Hochschulleitung (inwiefern handelt Ulrich, wenn es konkret wird?).

Birgit Schmieder UdK Berlin:
250LB. Anteil an Lehrveranstaltungen 40%?
Gesprächsangebote von Seiten des Rektorats. Sprecherteam 2 Personen
Stufen: 23,50€, nach 3 Jahren 29,50€, 35€
Sitzungsgeld auf Anfrage (20€). Kein Unterschied zwischen Haupt- und Nebenfachunterricht.
Prüfungsgelder für die Korrepetitoren: Gleicher Stundensatz wie normal war geplant, aber es gab Probleme mit den Formularen. Bei Abschlussprüfungen müssen Lehrbeauftragte anwesend sein.
Mobilisierung läuft gut, wo ein persönlicher Kontakt besteht.

Bettina Preusker Dresden:
200LB, Schulmusikabteilung wird ausgebaut. 45% der Lehre werden von LB abgedeckt. Honorarsätze sollen beibehalten werden, wenn es der Haushalt erlaubt: 24, 27, 30, 34 (Honorarprofessuren).
Rektor zeigt sich offen, scheint gewisse Ängste zu haben (könnte es Dresden treffen?). Fragenkatalog an den Rektor (betreffend Prüfungsvergütung). Prüfungsvergütung etwa 10€ pro Stunde und nur dann, wenn nicht schon ausreichend festangestellte Prüfer anwesend sind. Klausurprüfungen werden nicht vergütet.
AO: Abrechnung der Zusammenhangstätigkeit ist ein großes Thema.
Rektor ist bemüht, Stellen für Lehrbeauftragte zu schaffen, weist jedoch „automatische" Aufstiegsmöglichkeiten von sich
Einstufungskriterien zu den Honorarsätzen werden nicht festgeschrieben.
LB-Vertretung: 2 Personen, die beide überwiegend am Landesgymnasium tätig sind. Das Budget des Landesgymnasiums muss von der Hochschule getragen werden. Die Schülerzahlen fließen aber nicht in die Studentenzahlen ein, die wiederum das Budget bestimmen. Das muss geändert werden.

Arvid Ong Hannover:
40% der Lehre. 200 LB. Kontakt zur Politik, jedoch ohne Antwort. Aktives Sprecherteam.

Ulrike Höfer Freiburg:
Honorarerhöhungsversprechen konnte nicht eingehalten werden und als Folge haben mehrere (10-15) LB gekündigt. Die Hochschulleitung stempelt das als normalen Vorgang ab. In Freiburg gibt es wieder 2 LB- Senatsvertreter.
Sätze: 25, 30, 35, 40, 45, 55, 66

Baden-Württemberg: Symposien: Vorstellung des LB-Themas. Die Ministerin ist sich des Themas bewusst.
Gespenst der Mittelbaustundenerhöhung, initiiert durch Rektoren:
2007 wurden Mittelbaustellen von 20 auf 24 Stunden angehoben, bald eventuell auf 30.Dies wird vor allem vom Karlsruher Kanzler Scherer und Rektor Höll betrieben. Rektor Meister würde sich dem auch nicht verschließen.(Gespräch MWK)
1. Symposium in Mannheim: Düsteres Bild der Arbeitsmarkt-Situation von Musikern von Prof. Heiner Gembris. Er zitiert auch die Umfrageergebnisse der bklm(von der homepage).

TOP 3
Aktionstag / Film (Mutter - Höfer - Höll)

Lübeck: Konzentration auf die Politiker. Man braucht Gesichter (Anne-Sophie Mutter etc.)
UW: Gesichter sind wichtig, die Umsetzung aber jetzt zu kurzfristig für den Aktionstag

München: Infostand im Gasteig. Keine zu kritischen Töne gegenüber der Hochschule. Aktionskonzert (mit Professoren und Studenten).

Freiburg: 12-13 Uhr Konzert während Marsch durch die Stadt. Einladungen auch an Rektorat und den Mittelbau. SWR (Fernsehen, Radio)

Hannover: Infotisch und eigene Banner.

Dresden: Infotisch, 20 Teilnehmer, Aktionsorchester

UdK Berlin: Pressekonferenz am 30.10. in Berlin.
Der Aktionstag wird schon am 4.11. stattfinden. Ausstellung zur Entwicklung der LB seit 145 Jahren etc. Vier Konzerte, workshop, Mitschnitt von Deutschlandradio Kultur (Sendung am 28.11.), offener Unterricht.
Am 5.11. gibt es eine Anhörung im Wissenschaftsausschuss
Am 6.11. wird vor der Senatsverwaltung eine Resolution übergeben. Beschwerdechor.

Hanns Eisler Berlin: sehr unklar und unwahrscheinlich

Nürnberg: Infotische, Kontakt zur GEW, Koordination (Protestmarsch) mit Sprachlehrbeauftragten, Podiumsdiskussion mit Politikern

Leipzig: Infotische, Podiumsdiskussion

Rostock: Ein Aktionstag innerhalb der Hochschule Rostock macht keinen Sinn, weil die Hochschule schon hinter den LB steht. Statt dessen wird es eine zentrale Aktion in Schwerin geben. GEW sorgt für Bühne etc.
Die Studenten machen an dem Tag ihre „Vollversammlung", was bedeutet, dass kein Unterricht stattfinden darf. Die Studenten fahren mit nach Schwerin.

Frankfurt: Es ist möglich, dass ausschließlich Studenten am Aktionstag mit der Verteilung von Flyern aktiv sein werden.

Mannheim: Aktionstag geplant

Saarbrücken: Presse, Beschwerdechor, Informationsweitergabe an andere Angehörige der Hochschule.

Bremen: Innerhalb der Hochschule sollen festangestellte Kollegen informiert werden. Aktion „LB gehen den Bach runter": Bachwerke zu 44% weil ?, nur 44% der gegebenen Stunden von Angestellten und 56 % von LB erteilt werden U.W. 7.11.14 mit Bachmasken im Foyer. Schwerpunkt mit Presse.

Köln und NRW: Infotische von 10 bis 13 Uhr. Musik jede Stunde. Von 13 bis 15 Uhr eine Diskussionsrunde.
Danach: Fahrt nach Wuppertal, dort Aufführung von Saties Armenmesse
Gehaltsentwicklung und mögliche Gehaltsentwicklung (Dokument) und Infoblatt als Idee zur Mobilisierung.

Weitere Vorschläge zum Aktionstag:

CS: Fuge aus der Geographie
CN: Einbezug der Orchestermitglieder mit LA. DOV sollte die Orchester anschreiben, die LB am Aktionstag zu unterstützen.
DB: Unterstützung durch die RKM beim Aktionstag
BS: Einbezug von Herrn Höppner (LB und Deutscher Musikrat (DM))

AO: Bilder sollen produziert werden: Überall findet etwas statt. Alle Aktionen sollten dokumentiert werden (Handybilder gut!). Morgens! Bilder sollten sofort zur DOV geschickt werden. Whatsapp? Es muss erkenntlich sein, wo das Foto aufgenommen wurde.
DB: Auf Bildern: Nur LB oder auch die Politiker, Professoren, etc.?
KT: Private Kontakte zur Presse müssen mobilisiert werden, dann mit DOV koordinieren.

Film
KT: Video (Mutter - Höfer - Höll) muss Quelleninfo beinhalten.
FI (als Reaktion auf Hölls Aussagen zu den errechneten 60% in Festanstellung): Umfrage kam auf Initiative des ehemaligen Vorsitzenden der RKM, Herrn Heinrichs, zustande. Die Umfrage der bklm ist die einzige. Die Ergebnisse waren nicht im Sinne der Rektoren und die bklm wurde vereinzelt dazu angehalten, diese nicht zu veröffentlichen.
Keine Umfrage in Karlsruhe, die die von Höll genannte Zahl an LB in fester Anstellung bestätigt.

Zitat Höll: „Insofern, wenn LB ihr Leben lang im prekären Arbeitsverhältnis – was ich sehr bedauere – nur LB bleiben, dann wurden sie vielleicht nicht akzeptiert bei entsprechenden Bewerbungen"

Diskussion:
FI: Wer 40 Jahre im Lehrauftrag steht ist qualifiziert, sonst wäre er nicht mehr da
KT: warum dürfen wir dann überhaupt unterrichten?
UW: Ist an einem Ort ansässig und seit 25 Jahren im LA
FI: Dieser Satz muss in die Öffentlichkeit. Forderung sollte öffentliche Entschuldigung oder Rücktritt sein
RG: Was versteht Höll unter Respekt? (Erhöhung des Lohnes, sein Text). Wenn es über Jahrzehnte hinweg nicht einmal einen Inflationsausgleich gibt, kann man das schon als respektloses Verhalten gegenüber den LB bezeichnen!
UW: Die Hochschulen müssen sich entscheiden: Entweder sind die LB (und Hochschule) hervorragend, oder die Ausbildung an deutschen Musikhochschulen ist schlecht.
UH: Kurze Version des Textes beinhaltet von Höll nur die finanzielle Situation
BS: Der kurze Film sollte nicht das statement von Höll beinhalten. Diskussion
DB: Die Haushaltsabrechnungen sollten noch einmal angeschaut werden. Globalbudges: Ein Großteil geht für Werbung weg. Eigendarstellung sollte sich verbessern.
FI: Sollte Ulrikes statement auch herausgenommen werden?
Sollte zum Aktionstag eine Entschuldigung von Herrn Höll gefordert werden?
KT: Wie sehen Professoren das statement?Befürchtung, dass sie ähnlich denken
DB: Auf Höll muss eine Aktion folgen, aber nicht zum Aktionstag, um keinen weiteren Nebenkriegsschauplatz zu öffnen. Zudem dürfen die Rektoren zum Aktionstag nicht gegen uns aufgebracht werden
FI: Jede Hochschule sollte für sich entscheiden, welchen Ausschnitt des Films sie zeigen will.

Mit der Reaktion auf Höll sollte nicht zu lange gewartet werden.

Diskussion, ob der Beitrag am Aktionstag stattfinden sollte.

Zitat Höll: „Die Alternative, auf Mittelbaustellen zu gehen, würde bedeuten, dass einige LB ihre Stelle verlieren, das ist anders nicht machbar."

UH: die Personal-Planung müsste professioneller sein
JE: Im Hochschulgesetz steht, dass Lehrbeauftragte die gleiche Qualifikation mitbringen müssen, wie die Professoren. Saarbrücken als Elitehochschule?

BS: Beschreibung der Stufen aus dem Hochschulgesetz?

Offener Brief an alle Rektoren und in der Fachpresse, über Gewerkschaften, DTKV, DM, privat und von der bklm.

Beschluss zu oben genanntem offenem Brief wird ohne Gegenmeldungen oder Enthaltungen zugestimmt.

Beschluss, dass der Höll'sche Beitrag aus dem Video herausgenommen wird, weil er nicht für eine Erhöhung instrumentalisiert werden kann, da er gegen uns arbeitet.

Zum Statement von Ulrike Höfer:
UW: Ulrike Höfers statement wandte sich an ein Fachpublikum, ist aber für das „Straßenpublikum" nicht leicht verständlich.

Beschluss, dass jede Hochschule vom restlichen Material verwenden kann, was sie will

TOP 4
Konkrete Umsetzungsvorschläge zur Frankfurter Resolution (FR):

Drei Punkte:
• Erreichen von Festanstellung für Daueraufgaben
• Forderung nach Anpassung der Honorare (Modellrechnungen, TV-L etc.)
• Mitbestimmung und Einbindung in die hochschulische Selbstverwaltung
(Möglichkeit zur Einflussnahme innerhalb der Hochschule)

Die Umsetzung wird beschlossen.

TOP 5
Wie geht es mit der bklm weiter? / Sprecherwahl

Abschlussstatements der scheidenden Sprecher

Wahl der Sprecher und Ergebnis

Diskussion über mögliche Kandidaten:
Vorstellung Gottfried Engels als möglicher Kandidat
UW: Ken wäre als Vertreter auch an „anderen" Instituten interessant.
AO: Geographische Aufstellung der bklm. Alte Bundesländer?
KT: Jutta Ernst als Kontakt zum DTKV?
FI: Würde die Kontakte zur DOV bis zu seinem Ausscheiden als DOV-Delegierter weiterführen
BS: Weiterhin Kontakt zur DOV, aber nicht Sprecherin
An der Wahl beteiligt sind 18 Personen aus 20 Hochschulen, von denen 17 der RKM angehören

Zur Wahl als Sprecher der Sprechergruppe stehen:
Ulrike Höfer
Arvid Ong
Wahl mit 18 Stimmen für Ulrike Höfer und 17 Stimmen für Arvid Ong

als Stellvertreter der Sprecher stehen zur Wahl:
Utz Weißenfels
Rico Gatzke
Gottfried Engels
Wahl mit 18 Stimmen für Utz Weißenfels, 17 Stimmen für Rico Gatzke und 14 Stimmen für Gottfried Engels

TOP 6
Diskussion mit Herrn Andreas Knapp, Direktor beim Rechnungshof (RH) BW, Frau Prof. Susanne Rode-Breymann, Präsidentin der Hochschule für Musik, Theater und Medien Hannover und Mitglied des Vorstands der RKM, Herrn Jann Bruns, Vizepräsident und Kanzler der Hochschule für Musik, Theater und Medien Hannover und Mitglied des Vorstands der RKM
Rode-Breymann(RB) richtet Grüße von Martin Ullrich aus.
Ulrike Höfer(UH): Podiumsdiskussion in Rostock: Überschrift: Lehraufträge - institutioneller Missbrauch an den Hochschulen. Wie ist die Meinung der Gäste?
R-B: Man muss differenzieren: Unter den LB gibt es verschiedene Großgruppen. Für eine Gruppe, die mit festen (Orchester-)Stellen oder Stellen an Musikschulen, besteht kein finanzielles Problem. Es ist aber nicht zu verstehen, warum die restlichen Gruppen unter den bestehenden Bedingungen arbeiten müssen.
RKM hat sich länger zusammen mit der bklm mit dem Thema befasst, aber die Hochschulleitungen sitzen mit angezogener Handbremse. Der Missbrauch ist offensichtlich, aber Abhilfe ist schwierig, da in immer mehr Bundesländern die Mittel gekürzt werden.
Die Hochschulleitungen fürchten in eine politische Situation zu geraten, in der sie für eine Anhebung der Lehrbeauftragten-Honorare votieren und die Politik ihnen diese Aufgabe als in der Hochschule zu lösen zurückgibt, was die Hochschulen zum Teil finanziell „untergehen" ließe. Die Decke reicht einfach nicht. Es ist belastend, dass größere Korrekturen nicht möglich sind.
Zusammengefasst: Missbrauch ja, in einer Institution, die von der Politik missbraucht wird.
JannBruns(JB): Künstlerische Hochschulen machen 2% der Universitäten etc. aus. Das Problem ist ein Musikhochschulproblem. Dem Fachministerium muss immer wieder erklärt werden, warum LB eine andere Problematik darstellen, als an der Universität etc. LB im Bereich zwischen prekär und Ausbeutung. Wie kann man deutlich machen, dass das Problem an einer Musikhochschule ein anderes ist als an einer anderen Universität etc.
AndreasKnapp(AK): Lage: Überblick über BW aber nicht über andere Bundesländer.
Rechnungshof strebt an, dass es für die Musikhochschulen eine Budgetierung gibt. Das würde bedeuten, dass das Geld in freierer Masse verwendet werden könnte. Das wäre eine Quelle, um bei den LB etwas zu verändern (schriftlich verankert).
zu JB: An den Universitäten gibt es keine Klagen, da sich die Kandidaten eher am Status orientieren. An den Fachhochschulen ist es so ähnlich.
Vergleichbar, was die Menge angeht, sind die Dualen Hochschulen (Berufsakademien). Dort, weil man eine starke Verzahnung mit der Praxis möchte. Dort erhält man ausnahmslos 35€. Überwachungssystem, so dass nicht mehr als 8 Stunden gegeben werden können, wodurch eine Kombination von LA nicht möglich ist.
Der einzige Bereich, in dem es schwierig ist, ist die Mathematik.
Die Höhe der LA-Honorare ist ohne Obergrenze an die Autonomie der Hochschulen vergeben worden <-> Haushalt
UtzWEißenfels(UW): Historie des LA: Krasser Einkommensunterschied, der im Verlauf der Jahre immer mehr gewachsen ist, bei weitestgehend gleichem Job. Hochschulen wollten zu Lasten einer Gruppe wachsen.
JB: Globalhaushalt: Klingt verlockend, ist aber im Prinzip ein trojanisches Pferd. Die Musikhochschule Hannover hat trotz steigender Energiepreise nicht mehr Geld bekommen.
Einstiegsgehälter des Mittelbaus sind in den letzten 10 Jahren durchschnittlich um 10% gesenkt worden, genauso wie die W-Besoldung der Professoren. Das Bundesverfassungsgericht hat die W2-Besoldung angehoben, damit sie „angemessen" ist.
Die Musikhochschulen zahlen die niedrigsten Gehälter.
Es wäre wünschenswert, in eine Umverteilungsdiskussion zu kommen. Ein 1€ mehr pro Stunde bedeutet 15000€ pro Jahr.
PS: Wie würde eine Umverteilung funktionieren?
JB: : derzeit könnten nur Professuren nicht neu besetzt, damit Mittel für eine höhere Bezahlung von LB frei würden.
Möglich wäre auch, weniger LA zu haben, die dann besser bezahlt werden können.
R-B: Autonomie der Hochschule ist ein Danaergeschenk.
In der Öffentlichkeit muss klar werden, dass mehr Leistung nur mit mehr Budget möglich ist.
Die Diskussion hat zu einer Solidarität geführt. Was darf der Schlüssel sein von festen Stellen und LA?
Das LB-Thema ist in den Vordergrund getreten, wird zum Teil mit der Frage: „Wie viele von denen hätten eine Chance, auf eine feste Stelle zu kommen." auf die LB und ihre Qualität umgelenkt. Dem muss man entgegen wirken.
UH: Budgetierung und Hochschulautonomie: Die Freiheiten, die den Hochschulen gewährt werden, werden von den Hochschulen nicht sorgfältig gehandhabt. Die Personal-und Finanz-Planung müsste besser werden.
JB: Fachgruppen: Es funktioniert eigentlich gut. In der RKM wird das LB-Problem mit höchster Aufmerksamkeit betrachtet.
UH: Müsste es nicht einen LB-Beauftragten geben?
JB: Das Volumen der LB am Ministerium für Wissenschaft und Kunst (MWK) macht 0,08% aus
AK: In BW haben die Leute Ahnung, aber die Verantwortung wurde an die Hochschulen abgegeben.
In BW gibt es keine prekäre Situation. Die Hochschulen haben eigenmächtig ihre Studierendenzahl um 1/5 erhöht und haben jetzt Schwierigkeiten, die Ausgaben zu stemmen. Vorschlag RH: Kürzung der Studierendenzahlen um 1/6 bei 10% Kürzung des Budgets würde zu 7% mehr Budget pro Studienplatz führen.
Es wurden andere Studiengänge „ausgedacht", um Studierende mit geringerem Aufwand an der Hochschule zu haben (wovon zum Beispiel die Musikhochschule Karlsruhe profitiert).
Seit Ende der 70er-Jahre hat es an den Berufs - Akademien (Duale Hochschulen) keine Erhöhung gegeben.
Rechtlich nachzudenken wäre, ob Tarifverträge abgeschlossen werden könnten.
R-B: Gegenposition: Hochschulen haben die Pflicht, neue Aufgaben zu übernehmen. Kunsthochschulen können nicht mit Berufsakademien und Fachhochschulen verglichen werden.
Im politischen Raum muss über die Qualität der Ausbildung an Musikhochschulen geredet werden, so dass Handlungen folgen.
Allerdings wird es unmöglich sein, dass ein Großteil der LB feste Stellen erhalten kann.
AK: Regierungsbeschluss 1998 zu Studierendenzahlen wurde in BW nicht beachtet.
UW: an R-B: Sind LB qualitativ vergleichbar? Wenn die Hochschulen exzellente Arbeit leisten (zu über 50% von LB) müssen die LB exzellent sein.
JB: Der Unterschied liegt gegenüber den Professuren nicht in der Qualität des Unterrichts, sondern eher in der Betreuung um den Unterricht herum
Friedemann Immer(FI): Bericht über die Briefaktion
StefanHalder(SH): Der LA ist oft der Bereich, der auf die Arbeitsmarktsituation reagiert. Halbierung der W3-Professuren andenken. Rechenschlüssel (3,85)? Festangestellten wird im Schnitt das 3,81-fache (nicht 3,85) ihres Lehrdeputats gezahlt. Damit wird die Vor- u. Nachbereitungszeit, Gremienarbeit, üben und sich auf seinem Instrument fithalten berücksichtigt. Da die LB diese Zusatzarbeiten auch haben, muss man aktuell den Honorarsatz durch 3,81 teilen, um den realen Stundenlohn zu erhalten.
R-B: Hochschulen funktionieren mit einem Senat und Aushandlungen über die Hochschulentwicklung: alle „wollen etwas holen". Das kann dann der durchsetzen, der die stärksten Mehrheiten in der Hochschule hat. In dieser Richtung müssen die nächsten Schritte folgen:Es müssen stärkere Verbindungen der LBs zu anderen Bereichen innerhalb der Hochschule geknüpft werden (KollegInnen und Festangestellte und Studierende)
AK: Der Studierende soll in BW überall gleich viel wert sein.
Das Budget muss nicht auf den Stand 1998 zurück, sondern die Studierendenzahlen. Wäre es sinnvoll, an den Hochschulen Schwerpunkte zu bilden (Thema alte Musik etc.)?
Es gibt einen 40-seitigen Bericht über die Pflichterfüllung an einer Baden-Württembergischen Musikhochschule, der „nur zwei Seiten hätte, wenn alle das arbeiten würden, was sie müssten".
Der RH prüft nicht ganz flächendeckend.
Jutta ernst(JE): Jeder LB könnte bei der Sozialversicherung oder beim Finanzamt prüfen lassen, da „Arbeitsverhältnis"
JB: Würde bevorzugen, LA für fünf Jahre zu vergeben (also mit Planungssicherheit) und dann „muss sich biographisch was entwickelt haben".
Karola Theill(KT): Das kann man nicht so sagen: Es gibt zu wenig feste Stellen, als dass sich „biographisch" etwas entwickeln könnte!
AK: Finanzamt wird nicht helfen. Die Folge mit Sozialversicherungsforderungen könnte sein, dass es am Ende viel weniger LB gibt.
Bei den Museumsführern hat sich die Sozialversicherung ungefragt eingemischt und den Arbeitnehmerstatus jedenfalls in erster Instanz durchgesetzt.
Argument für die Sozialversicherung wäre nicht die Länge der Tätigkeit.
KT: Es wäre begrüßenswert, wenn die LB in den Gremien vertreten sind. Ist das Meinung der RKM?
R-B: Ja
SH: Wenn sich in 40 Jahren so wenig tut, stimmt etwas im System nicht. Demokratie ist wichtig, aber wenn 60% nicht vertreten sind... ?
UH: Desinteresse mancher Professoren an den LB hat mit der schlechten Bezahlung zu tun. Respekt in der Gesellschaft zeigt sich auch an der Bezahlung (Zitat A.S.Mutter). LB haben Angst, sich kritisch zu äußern, weil sie wissen, dass der LA eventuell weg sein könnte. Der LA schafft Abhängigkeit.
Warum gibt es von der RKM keine Umfrage zu den LB(die von der bklm wird in Zweifel gezogen von der RKM), denn es gibt von Kanzlern nur defensive Reaktionen (30-Stunden-Mittelbau Erhöhung Vorschlag aus KA). Wo ist der Kampfgeist der RKM (statt Festhalten am Exzellenz-Nimbus)
R-B: Die Umfrage der bklm ist aussagekräftig genug. Eine weitere Analyse kann als Ausflucht sein, um nicht handeln zu müssen. Der Punkt müsste nach oben auf die Agenda der Hochschulleitungen und der RKM. Allerdings ist es (insbesondere durch die Situation der Musikhochschulen in BW) schwierig, im Moment dieses Thema nach oben zu bekommen.
KT: In Rostock ist es möglich (Hochschulentwicklungsplan etc.)
JB: Das Thema stand auf jeder der letzten drei Kanzlertagungen. Es ist schwierig, eine einheitliche Stimme zu finden, da die Ausgangssituation an den einzelnen Musikhochschulen zu unterschiedlich ist.
UH: Hochschulen müssen sich stabil aufstellen, LA sind aber fragil
AK: An den Fachhochschulen gab es zu wenig Frauen. Daher hat die Politik ein neues Programm geschaffen (Mathilde-Planck-Programm), mit dem weibliche LB gefördert werden sollen. Wäre es möglich, ein solches Programm zu schaffen?
BS: Auswirkungen der Globalhaushalte. Der Haushalt richtet sich nach Studentenerfolgen. Betreuungsschlüssel?
R-B: : Planungssicherheit kann nach hinten losgehen, weil man zwar mit sicherem, aber zu wenig Budget festsitzt und über Jahre keine weiteren Forderungen anmelden kann. Entweder muss für mehr Geld zur Finanzierung höherer Honorare gekämpft werden, oder – wenn feste Stellen eingerichtet würden – wäre eine Verkleinerung der Hochschulen die Folge. Wenn LB auf festen Stellen arbeiten, könnten nicht alle LB in den Hochschulen bleiben. Es käme zu einem Konzentrationsprozess.
UH: Im Denken der Rektoren fehlt professionelles langfristige Planungsdenken in der Personalplanung und ein Bewußtsein für die Fürsorgepflicht gegenüber den LB.
Carola Schlüter(CS): In Frankfurt wächst die Verwaltung immer weiter (Cronberg Academy, JeKi etc.), Konkurrenz zwischen den Hochschulen, Bedingungen von der Politik. Kann der RH dementsprechend Einfluss auf die Politik nehmen?
AK: Die Verwaltung in BW wurde angeschaut. Sie scheint nicht zu groß zu sein (eher ein Problem an den Universitäten). Zusätzliches Geld wurde im Rahmen von Wettbewerben vergeben. In Hessen Cluster-Preise (an Studienplätzen orientierte Budgetierung) - > Leistungsorientierte Zuwendung.
Globalhaushalte haben zwei mögliche Wirkungen: Wenn es genug Geld gibt sind sie wunderbar. Wo es knapp hergeht, geht es auf Kosten der Schwächsten.
R-B: R-B: Aus Sicht der RKM: LB zwischen 30% und 70%. Es ist extrem schwierig, diese heterogene Gruppe zu vereinen und Einigkeit vor allem mit den Hochschulen mit hohen Prozentsätzen von LB herzustellen. Es muss über die einzelnen Länder gehen.
UH: die RKM muss Leitlinien und Werte als Konferenz merheitlich beschliessen und danach handeln. Rostock und Frankfurt haben ähnlich hohe LA-Zahlen(60-70%), aber die Rektoren agieren entgegengesetzt solidarisch mit den LB. bzw. unsolidarisch.
R-B: Künstlerische Veranstaltungen und Personal. Überlastung. Verknüpfung von Hochschulen und Wirkung in der Region, Kulturaufgaben.

Arvid Ong schließt die Diskussion.

FI: Der Dienstherr kann eine Stelle so ausschreiben, dass sie nur auf den gewünschten Kandidaten zutrifft.
UH: Das Kriterium Erfahrung und Bewährung ist in anderen Bereichen für eine Beförderung selbstverständlich. Lehrer, die seit 20, 30 Jahren unterrichten, verfügen über ein erhebliches Know-how.
BS: Fälle von Professoren, die Konditionen aushandeln, die sie nur zu wenig Unterrichtsstunden verpflichten, oder Sachforderungen: Sollten diese nicht gedeckelt werden? „Sind wir noch weniger wert als Sachmittel?"
- Warum hat die RKM bis heute noch keine Umfrage unter den LB organisiert?
• Mindeststandarts: Warum treten die Rektoren nicht offensiv an die Rechnungshöfe heran? Warum beharren sie auf dem Status der LB und sind passiv?
• DB: Struktur des Haushalts?
• Intransparenz des höchsten LA-Satzes?
FI: Das ist bei den Professoren ähnlich (Sonderkonditionen, verhandelbares Einkommen)
• Flexibilität als Argument: KT: Das ist ok, aber das Verhältnis am Anteil an der Lehre müsste stimmen, also nicht so viele LB. -> neue EU-Richtlinien?
• JE: Empfehlung des Wissenschaftsrats?

TOP 7
Verschiedenes:

Wo soll die nächste bklm stattfinden.
DB: Lübeck. Dort ist der Vizepräsident LB. Angenommen.

Die nächste bklm findet am 24. und 25.10.2015 in Lübeck statt.

KT: Kündigt die Pressekonferenz zum Aktionstag am 30.10. in Berlin an. Für die Pressemitteilung soll ein statement weitergegeben werden:
„Deutschland ist berühmt für seine erstklassige Ausbildung von Musikern. Studenten aus aller Welt kommen deshalb zu uns. Die Landesregierungen sind jedoch nicht bereit, einen großen Teil der Ausbilder dafür angemessen zu honorieren. Lehrbeauftragte an der Hochschule für Musik und Tanz Rostock zum Beispiel verdienen im Schnitt 30 Euro pro Stunde. Sie dürfen aber nur neun Stunden pro Woche unterrichten und bekommen ihr Honorar nur während der Vorlesungszeit, also ca. 32 Wochen im Jahr. Rechnet man Steuern und Sozialabgaben ab, bleibt unterm Strich kaum etwas übrig. Deshalb fordern wir feste Stellen oder entsprechend angepasste Honorare"

Protokoll: Benjamin Kammerer