Teilnehmer/innen 2. bklm Berlin

 

2. Bundeskonferenz der Lehrbeauftragten an Musikhochschulen

am 29./ 30. Oktober 2011

in der Hochschule für Musik Hanns Eisler in Berlin

 

 

Protokoll Samstag, 29.10. 2011 von 15 – 18 Uhr:

Anwesend: 23 LB-Vertreter/innen, 6 Sprecher/innen, 6 geladene Gäste (s.u.), 4 Gäste

TOP 1: Begrüßung und Vorstellung des Podiums

Karola Theill begrüßt alle Anwesenden, verweist auf die Initiative von Evelyn Wentz und Carola Schlüter vor einem knappen Jahr, die die Vision einer Bundeskonferenz der Lehrbeauftragten an Musikhochschulen hatten und sie umgesetzt haben. Dann werden die Gäste des Podiums vorgestellt.

TOP 2: Begrüßung durch den Prorektor der HfM Hanns Eisler Berlin

Gert Müller begrüßt alle Anwesenden und beschreibt an einer biografischen Episode, in welch sensibler Beziehung Dozenten des Mittelbau und Lehrbeauftragte (LBs) stehen können und dass er und mit ihm das gesamte Rektorat der HfM Hanns Eisler unsere Initiative begrüßen und unterstützen.

TOP 3: Was ist seit der 1. bklm geschehen und erreicht worden

Evelyn Wentz und Friedemann Immer berichten von den Schritten der letzten neun Monate und im Besonderen von ihren Gesprächen mit dem ehemaligen und dem amtierenden Vorsitzenden der Rektorenkonferenz, Prof. Werner Heinrichs und Prof. Martin Ullrich. Es konnte in diesen Gesprächen und auch bei der Rektorenkonferenz (RKM) im Mai in Lübeck, bei der Friedemann Immer und Karola Theill die bklm und die „Frankfurter Resolution“ vorgestellt haben, erreicht werden, dass die RKM m.E. die Forderungen der FR nachvollziehen kann und diese gemeinsam mit der bklm an  die Kultusministerkonferenz (KMK) herantragen möchte.

TOP 4: Statements der Partner

 

-            Dr. Dirk Hewig, Präsident des Deutschen Tonkünstlerverbandes (DTKV) -

            berichtet von seiner Zeit im bayerischen Ministerium und davon, dass bei Politikern insbesondere in den Landesparlamenten, und auch in der Öffentlichkeit noch erhebliche Aufklärungsarbeit über die Situation der Lehrbeauftragten notwendig sei und dass der DTKV deshalb in Zeitschriftenartikeln und in persönlichen Gesprächen vielfach darauf        hingewiesen habe. Umso mehr sei die Inititative der bklm zu begrüßen und werde von dem DTKV seit Beginn unterstützt. .Er rät, die Besonderheiten der Lehrbeauftragten an Musikhochschulen  immer wieder hervorzuheben und an der FR festzuhalten, weist aber darauf hin, dass einzelne Punkte unterschiedlich beurteilt werden können und deshalb je nach Ort und Situation differenziert interpretiert werden sollten.

 

-           Andreas Bausdorf, stellvertretender Geschäftsführer der Deutschen Orchestervereinigung (DOV) -
            stellt die DOV vor, ihre Strukturen, ihren Wirkungskreis und die Pläne, die   die DOV mit der Gruppe der freien Musiker hat.

 

            Dr. Andreas Keller, Hauptvorstand in der Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft (GEW), Mitglied des Geschäftsführenden Vorstands und bei der 2. bklm als Leiter des Vorstandsbereichs Hochschule und Forschung - berichtet davon, dass die Probleme wissenschaftlicher und künstlerischer Mitarbeiter allgemein zunehmen und dass die GEW zu diesem Thema das  „Templiner Manifest“ formuliert hat. Keller fordert, dass, wo LBs dauerhaft unterrichten, sie auch eine Festanstellung haben sollten. Es müsse gewisse Mindeststandards geben und so solle auch eine „benchmark“ ermittelt werden, wo ein angemessener Stundenlohn für eine Lehrauftragsstunde liegen würde, z.B. bei 80 €/h. Es müsse einen Codex zusammen mit der RKM geben, was gute Lehre an MHS bedeutet. Außerdem sei  es selbstverständlich,dass LBs in MHS den Mitgliederstatus haben sollten. Die GEW würde             Aktionstage an MHS unterstützen und arbeitet an einem Ratgeber mit  rechtlichen Grundlagen für die LBs.

 

-           Stefan Gretsch, Vorsitzender der Fachgruppe Musik in ver.di, Berlin –
            fordert  eine präzisere Beschreibung der Probleme und verweist auf die finanzielle Situation der Honorarkräfte an Musikschulen. Er verweist auf             Arbeitnehmerähnlichkeit (Hinweis auf § 12a des Tarifvertragsgesetzes) und   schlägt eine Kooperation der drei anwesenden Gewerkschaften DOV, GEW und ver.di in Zusammenarbeit mit der bklm vor.

TOP 5: Statement des Vorsitzenden der Rektorenkonferenz,

Prof. Dr. Martin Ullrich

Prof. Ullrich bestätigt, dass die Arbeit der LBs zu wenig Wertschätzung erhalte. Allerdings seien die Forderungen der „Frankfurter Resolution“ differenzierungsbedürftig. Zum Beispiel sollten die Stundensätze für LBs gegen gerechnet werden zu dem Arbeitsmehraufwand, den Professoren und Festangestellte aus dem Mittelbau hätten (Ausschüsse, Gremien etc.). Und es müsse der bklm klar sein, dass es, wenn LA in feste Stellen umgewandelt würden, insgesamt weniger Beschäftigte geben wird. Er bestätigt, dass Lehraufträge vergeben werden können und nicht ausgeschrieben werden müssen. Er bedauert das Fehlen von Qualifikationsstellen an den MHS. Und er versichert, dass er die Aussage der Kultusministerkonferenz (KMK) nicht hinnehmen werde, dass „die KMK keinen Handlungsbedarf sehe“.

Da sich daraufhin eine lebhafte Diskussion anschloss, wurde der TOP 6 (Bericht der einzelnen Sprecher über Bewegungen in ihrem Bereich) auf den Abend verschoben.

 

TOP 7: Diskussion

Die Fragen aus dem Plenum und die Diskussion ergeben, dass einerseits genauer festgestellt werden muss, welche Mehraufgaben auch LBs bisher ohne Bezahlung übernehmen (Vor-und Nachbereitung von Unterricht, Prüfungen, Vortragsabende etc.). Andererseits müsse eine empirische Studie erstellt werden, welcher Prozentsatz in der Gruppe der LBs anderweitig eine feste Anstellung (Orchester) hat, Berufsanfänger ist, freier Musiker ist, der keine Festanstellung wünscht und wie viel Prozent tatsächlich eine Festanstellung im Sinne der FR fordert. Es wird behauptet, dass 30 % Lehre von LBs ein angemessenes Verhältnis im Vergleich mit den Festangestellten sei (Vgl. Österreich und Schweiz).

Anmerkung hierzu außerhalb des Protokolls: die ehemalige Bundesjustizministerin Herta Däubler - Gmelin hat angeboten, im Rahmen ihrer Tätigkeit als Lehrbeauftragte/ Honorarprofessorin an der Freien Universität Berlin eine/n Studenten/in eine Diplomarbeit über die Situation der Lehrbeauftragten an Musikhochschulen schreiben zu lassen.

 

                       Rostock, den 8. November 2011

Karola Theill, nach einem Protokoll von Edith Salmen

 

Protokoll Samstag, 29.10. 2011 von 19 – 23 Uhr:

Anwesend: 24 LB-Vertreter/innen, 6 Sprecher/innen, 2 geladene Gäste (s.u.)

Da zu diesem Teil der bklm nur noch LB-Vertreter/innen (plus Dr. Hewig und Andreas Bausdorf) zugegen sind, wird nach der Vertraulichkeit gefragt. Es wird zugesichert, dass alle Wortmeldungen im Protokoll ohne Namen genannt werden.

TOP 8: Vorstellung und Diskussion über „Wege zur Reform“, politische Arbeit innerhalb und außerhalb der Hochschulen

Ulrike Höfer berichtet über ihre Erfahrungen an der MHS Freiburg (Tischvorlage „Wege zur Reform“). Wichtig seien eine gute Infrastruktur (Email-Verteiler) und eine konstruktive Gesprächskultur, v.a. innerhalb der Fachgruppen und mit dem Rektorat.

LB-Vertreter/innen aus Berlin (UdK), Dresden und Karlsruhe berichten von ähnlich guten Erfahrungen.

Daraufhin entwickelt sich die Diskussion in Richtung landespolitischer Ebene. LBs müssen sich direkt an Politiker wenden, die grundsätzlich zugänglich für solche Themen seien. Es sei wichtig, Aufmerksamkeit für die Problematik zu schaffen, ohne sofort finanzielle Forderungen zu stellen. Man könne z.B. auch einen Termin beim Kultusministerium durch das Rektorat der eigenen MHS vereinbaren – das bringt gleich mehr Seriosität.

Weitere LB-Vertreter/innen berichten von der Situation an ihren MHS (Essen: Versuch einer VV der LBs gescheitert an mangelnder Beteiligung; in Lübeck kam nur ein Teil des erstrittenen Geldes letztlich bei den LBs an; in Rostock bietet der Kanzler an, dass die LB-Vertreterinnen bei den Treffen mit dem Landesrechnungshof dabei sind).

Dr. Hewig warnt, dass zwar der Schulterschluss mit den Rektoren wichtig ist, aber die bklm Interessenskonflikte erwarten muss. Man solle besser nicht in die Ministerien gehen, sondern die Abgeordneten direkt ansprechen. Entscheidendes Gremium sei der Haushaltsausschuss!

Die „Frankfurter Resolution“ sei ein wirksames Mittel gegenüber der Politik, der nächste Schritt ist aber die Mobilisierung der Kolleg/innen und der Öffentlichkeit: Aktionstage; Tag mit VV und Abgeordneten organisieren; Protestmöglichkeit: Dienst nach Vorschrift; u.ä.

Die Frage wurde aufgeworfen, ob man den Begriff „Lehrbeauftragte/r“ nicht abschaffen solle, um sich grundsätzlich neu zu orientieren. Vorschlag: „nebenamtliche/r  Hochschullehrer/in“. Forderung nach einer genauen juristischen Definition.

Es wird die Zusammenarbeit mit den Studierenden angesprochen – diese sind oft engagierter als die LB-Kolleg/innen, es gibt aber die Gefahr, die Studierenden zu instrumentalisieren.

TOP 9: Wahlordnung

Die Sprechergruppe berichtet, dass sie sich nun doch auf eine Wahlordnung geeinigt habe (vor der Konferenz waren 2 Wahlordnungen verschickt worden), die zur Diskussion steht.
Änderungsvorschlag: „Wahlberechtigt sind die anwesenden Vertreter...der Lehrbeauftragten an deutschen Musikhochschulen…..“
Anfrage an die Sprechergruppe, wer weiterhin zur Verfügung steht. Evelyn Wentz scheidet aus.

Antrag auf schriftliche Wahl.

Ulrike Höfer schlägt Karola Theill als Sprecherin vor.

Benennung einer Wahlleitung: Birgit Schmieder und Rudolf Ramming.

Evelin Degen schlägt Sebastian Plate als stellvertretenden Sprecher vor.

Karola Theill schlägt Edith Salmen als stellvertretende Sprecherin vor.

Eckhart Hermann schlägt Prisca Salib als stellvertretende Sprecherin vor.

Die korrigierte Wahlordnung wird einstimmig angenommen.

TOP 6:  Bericht der einzelnen Sprecher über Bewegungen in ihrem Bereich

Ulrike Höfer berichtet von den Aktionen in Baden-Württemberg und Freiburg im Besonderen, wo das Rektorat die FR unterstützt. Man sei in Kontakt mit Politikern verschiedener Parteien und bemüht sich um Solidaritätsadressen.

Zudem ist sie zuständig für den Kontakt zur GMTH (Gesellschaft für Musiktheorie) und wird im Dezember zur GMTH-Konferenz nach Bern fahren.

Carola Schlüter ist zuständig für die Pflege der website und den Kontakt zu allen LB-Vertreter/innen und fragt, in welcher Form ihre Informationen ankommen, woraufhin sie sehr positives feedback bekommt. Es wird diskutiert, ob man die Ergebnisse der einzelnen MHS auf der website nach Bundesländern sortieren sollte. Man könne auf der website auch eine „To-do-Liste“ veröffentlichen.

Es gibt den Vorschlag, auf der website mehr Vergleichbarkeit herzustellen, evtl. sogar grafisch.

Karola Theill ist zuständig für den Kontakt zu GEW und ver.di, die sich jedoch am Nachmittag schon selbst vorgestellt haben. Sie berichtet über ihre Kontakte zu Presse (langes Interview in der nmz; Live-Interview im Anschluss an die Konferenz im Radio BerlinBrandenburg; Interesse von DER ZEIT, DER TAGESSPIEGEL und UniSPIEGEL).

Außerdem gibt es den Kontakt zu Agnes Krumwiede (kulturpolitische Sprecherin der Bundestagsfraktion Bündnis 90/ Die Grünen), die zum Thema „Honoraruntergrenzen für Lehrbeauftragte an Musikhochschulen“ einen Antrag im Bundestag vorbereitet. Sie will erreichen, dass eine Expertenkommission aus Vertretern der bklm, der RKM, der KMK und den Partnern der bklm die Richtlinien für eine Verbesserung der Situation der LBs  ausarbeitet. Der „Bund“ kann zwar keine Veränderungen herbeiführen, aber es ist wichtig für die bklm, dass unser Thema immer mehr die Öffentlichkeit erreicht.

 

TOP 10: Vorstellung und Diskussion des Kommentars zur FR

(Tischvorlage)

Friedemann Immer berichtet, dass es von Seiten der Rektoren und der RKM den Wunsch nach Änderung der „Frankfurter Resolution“ gegeben habe. Diese ist jedoch ein Statement, das nicht verändert werden kann.

Daher wurde dieser Kommentar formuliert, um gewisse strittige Punkte klarzustellen.

Folgende Themen werden anschließend diskutiert:

Kriterien der Bewährung, d.h. wann hat sich ein/e LB so bewährt, das er/sie für eine feste Stelle in Frage kommt;

gibt es Evaluationen zur Qualitätskontrolle (wird von verschiedenen MHS bejaht: Berlin UdK, Rostock u.a.);

der Widerspruch zwischen „gleiches Recht für gleiche Arbeit“ und „Bestenauslese“;

die Problematik zwischen LA und Mittelbaustellen wegen der Weisungsgebundenheit;

der Unterschied zwischen den Bundesländern und den einzelnen Hochschulen wird wieder deutlich.

TOP 11: Probleme / Schwierigkeiten / Fragen aus den einzelnen Hochschulen

wird nicht extra behandelt, weil diese Themen bei allen TOPs auftauchen

TOP 12: Diskussion über Zusammenarbeit mit Partnern

Es werden sehr lebhaft die Argumente für und wider die einzelnen Partner diskutiert. Im Vordergrund steht, dass die bklm in Herrn Dr. Hewig (DTKV) einen wichtigen Ratgeber und gut vernetzten Lobbyisten hat, auf den sie nicht verzichten kann.

Die Frage taucht auf, ob man sich denn an bestimmte Organisationen binden müsse?

Oder ob die Gewerkschaften gegeneinander ausgespielt werden, wenn die bklm unentschieden bliebe?

ver.di betont immer wieder auch die Problematik der Musikschulen, womit sich die bklm nicht vermischen sollte. Dafür kann ver.di sehr nützlich sein bei großen Aktionen (Streiks, Demonstrationen u.ä.).

Die GEW ist in einzelnen Bundesländern schon gut vernetzt mit den MHS (z.B. Baden-Württemberg), jedoch in der Gesamtzielsetzung noch eher unklar.

Die DOV hat seit Bestehen der bklm sehr viel Einsatz gezeigt in Beratung, Anwesenheit bei Sitzungen, Ansprechbarkeit bei strittigen Fragen etc.

Die DOV ist per se eine Musikergewerkschaft und passt daher zu den LBs der MHS. Viele der LBs sind Orchestermusiker und daher schon Mitglieder in der DOV.

DOV öffnet sich seit Kurzem auch „freien Mitarbeitern“ und entwickelt dieses Aufgabengebiet zeitgleich mit der Entwicklung der bklm.

Einwände: wird die DOV auch Regisseure, Bewegungstrainer und andere Nicht-Musiker vertreten, die auch an MHS arbeiten?  Wenn die bklm eine Arbeitsgruppe der DOV würde, verliert sie dann ihre Eigenständigkeit und Unabhängigkeit?

Es wird entschieden, die Diskussion am Sonntag Morgen fortzusetzen und ggf. zu einer Entscheidung zu kommen.

 

Rostock, den 8. November 2011

Karola Theill, nach einem Protokoll von Martin Hummel

 

Protokoll Sonntag, 30.10. 2011 von 10 – 14 Uhr:

Evelyn Wentz verabschiedet sich von der bklm

Anwesend:  die 5 verbleibenden Mitglieder der Sprechergruppe und

24 Lehrbeauftragten-Vertreter/innen 

TOP 12:  Diskussion über Zusammenarbeit mit Partnern

Fortführung der Diskussion von Samstag Abend über die zukünftige Zusammenarbeit der bklm mit den Partnern DTKV, DOV, GEW und ver.di.
Es wird geschildert, was die einzelnen Partner bisher für unsere Initiative getan haben und welche Vorteile man mit einer Mitgliedschaft z.B. bei DOV oder GEW hat.
Die Diskussion beinhaltet Fragen nach Mitgliederwerbung unter den Lehrbeauftragten (LBs) und die Abwägung, welcher der Partner der bklm besser auf Landes – und welcher auf Bundesebene Unterstützung bieten kann.
Hinweis darauf, dass viele LBs Orchestermusiker sind und daher schon DOV-Mitglieder.

Schließlich stimmt die Vollversammlung mit großer Mehrheit (27 Jastimmen, 1 Enthaltung, 1 Gegenstimme) zu, dass wir auf Bundesebene eine Kooperation mit der DOV eingehen. Einzelheiten dieser Kooperation klärt die Sprechergruppe mit der DOV.

Auf Landesebene und bei Aktionen, wie z.B. Demonstrationen, entscheiden die Vertreter jeder MHS, mit welchem Partner (GEW, ver.di, DOV) sie zusammen arbeiten.

Der DTKV bleibt auch in Zukunft wichtiger Ratgeber für die Arbeit der bklm.

TOP 13:  Unkosten der LB-Vertreter

Es werden viele konstruktive Vorschläge gemacht, wie die Unkosten der LB-Vertreter (Reisekosten zu den Sprechertreffen und Konferenzen, Material u.v.a.m.) gedeckt werden können.

Auswahl:

durch den Freundeskreis der MHS; durch Spenden der LB-Kolleg/innen; durch feste Beiträge der LB-Kolleg/innen; durch Crowd-Funding-Modelle; durch einen gemeinnützigen Verein; aus der DOV-Mitgliedschaft; über den Senat; durch BahnBonusPunkte: Fahrkarte für Dritte; durch Solidaritätszahlung der Professor/innen u.a.

Jeder dieser Vorschläge wirft neue Fragen auf, z.B. ob wir uns eine Rechtsform geben sollten und ob eine Vereinsgründung zu aufwändig ist. Wie Beiträge gesammelt werden könnten und dass man auf keinen Fall Geld, das für die Studierenden gedacht ist (Asta), verwenden kann.

Letztlich sind die MHS auch für die LB verantwortlich, daher sollte innerhalb des Hochschuletats eine gewisse Summe, anteilig an der Größe der MHS und der Prozentzahl der LBs , für die Kosten der bklm bereitgestellt werden.

 

TOP 18:  Wahl der Sprecher

wird vorgezogen. Birgit Schmieder und Rudolf Ramming übernehmen die Wahlleitung. Da von jeder Hochschule 2 Vertreter/innen wählen dürfen, gibt es 28 Wahlberechtigte.

Die neuen Kandidat/innen stellen sich kurz vor.

 

Wahl der Sprecher/in:         

Friedemann Immer              26 Stimmen

Karola Theill                          24 Stimmen

 

Wahl der stellvertretenden Sprecher/innen:

Ulrike Höfer                           28 Stimmen

Carola Schlüter                      28 Stimmen

Eckhart Hermann                   25 Stimmen

Edith Salmen                        23 Stimmen

Sebastian Plate                     20 Stimmen

Prisca Salib                           11 Stimmen

Somit besteht die neue Sprechergruppe aus 7 Mitgliedern und hat Prisca Salib als „Nachrückerin“. Die Wahl gilt bis zur 3. bklm.

TOP 14: Umgang mit den Hochschulleitungen

Die Konferenz ist sich einig, dass dieser Punkt schon in den einzelnen Hochschulen gelöst wird und wir bei diesem Treffen eher die landespolitische Ebene diskutieren. Daher fällt dieser TOP fort.

 

TOP 15:  Situation Hannover

Es geht um die Einführung einer Regelung, nach der LBs für 5 Jahre einen Lehrauftrag zugesichert bekommen, sich danach aber wieder einem Auswahlverfahren stellen müssen. In Hannover wurde diese Neuerung anderen Fachgruppen, nicht aber der Fachgruppe Theorie  abgelehnt. Das Modell ist von den Unis entlehnt und dient der Qualitätssicherung. Die Frage, ob dies nicht eigentlich positiv ist, da es immerhin eine Sicherheit für 5 Jahre gäbe, wird in der Diskussion verneint. Denn unsere Forderungen sind weitreichender und diese Regelung entspricht nicht dem, was die „Frankfurter Resolution“ fordert.

Aus der Diskussion heraus wird Folgendes vereinbart:

-         es muss festgestellt werden, was genau in Hannover passiert ist und zu dieser Regelung geführt hat;

-         es muss festgestellt werden, ob sich diese Regelung eher positiv oder negativ auf die Lehre an MHS auswirkt;

-         v.a. der Theoriebereich muss mit diesen Fragen befassen, auch auf der GMTH-Sitzung im Dezember 2011 in Bern, bei der Ulrike Höfer als Sprecherin der bklm teilnehmen wird;

-         außerdem sollte dieses Thema noch einmal an Prof. Ullrich herangetragen werden, der in einem früheren Gespräch diese Regelung eindeutig abgelehnt hat;

 

TOP 16:  Palme – Zitrone

Kurze Klärung, dass es zu dieser Idee gekommen ist, weil die 1. bklm  etwas optisch Pressewirksames und Heiteres der ernsten „Frankfurter Resolution“ hinzufügen wollte. Außerdem sollte es den Rektoraten der MHS als Ansporn dienen, die Situation der LBs auch kurzfristig zu verbessern. Es kamen jedoch keine Rückmeldungen aus den MHS. Zudem kann man nicht so genau bestimmen, welche MHS was verdient hätte (z.B. hätte Rostock die Zitrone für 70% Lehranteil durch LBs verdient, hat aber - relativ gesehen – seit Januar recht viel verbessert für die LBs). Nun werden demnächst kleine Palmen und Zitronen zu einzelnen Aktionen der MHS auf die website gestellt.

Dies führte auch zu einer Diskussion über die schwierige Mobilisierung der LB-Kolleg/innen. Vorschläge: LB-Konzerte veranstalten und diese mit unserem Thema verbinden (z.B. „Vexations“ von Eric Satie mit allen Klavier-LBs). Das betrifft auch:

 

TOP 17:  Bundesweite Aktionen

-         Konzert von LBs an einem Tag (siehe Bsp. TOP 16)

-         alle MHS machen am selben Tag einen Aktionstag; das ist weder kurz- noch mittelfristig durchzuführen, da dies zwar sehr wirkungsvoll, jedoch auch sehr aufwändig wäre; muss länger geplant werden, evtl. Thema der 3. bklm;

-         die LB-Vertreter/innen müssen dafür sorgen, dass LBs in allen Senaten mit zwei echte Stimme bekommen (dies ist auch ein wichtiges Thema für die Landesrektorenkonferenzen, die Rektorenkonferenz und für die Landesregierungen, da dafür Hochschulgesetze verändert werden müssen); LBs sollten sich nicht von Kolleg/innen aus dem Mittelbau vertreten lassen.

-         ver.di plant einen bundesweiten Aktionstag im Mai 2012, der aber das Problem der Musikschulen mit umfasst; die bklm sollte achtsam mit dieser Vermischung umgehen, da unsere Stärke die Eindeutigkeit unseres Status als LBs an MHS ist.

-         Idee für eine Aktion, die hier nicht veröffentlicht wird (bitte Stillschweigen! da sie sonst nicht mehr greifen kann);

-         Idee von Allianzen verschiedener MHS, z.B. Lübeck, Hamburg, Rostock und Bremen gründen eine ‚Nordallianz’.

 

TOP 19:  Vorstellung, Diskussion und Abstimmung über dem Abschlussbericht

Friedemann Immer hatte im Laufe der Konferenz Verschiedenes aus dem Abschlussbericht gelesen; er ergänzt hier, was bisher an Modulen zusammengetragen wurde; da der Bericht so nicht fertig ist, kann keine Abstimmung darüber stattfinden; die Sprechergruppe wird den Bericht ausarbeiten und zeitnah an alle verschicken;

 

TOP 20:  3.bklm - Ort und Datum?

Vorschlag von Roberto Domingos, die 3. bklm in Karlsruhe stattfinden zu lassen;

als Termin könnte wieder das letzte Wochenende im Oktober 2012 in Frage kommen: 27./28. Oktober 2012.

Nachtrag: da der Termin für die Karlsruher Hochschule nicht geeignet ist findet die 3. bklm in Köln statt.

 

 

 

Karola Theill

Falkensee, den 7. November 2011