Treffen der Lehrbeauftragten an deutschen Musikhochschulen am
22. - 23.01.2011 in FrankfurUM., Grußwort
Sehr geehrte Damen und Herren, liebe Kolleginnen und Kollegen,
herzliche Grüße des Deutschen Musikrates darf ich lhnen übermitteln anlässlich der ersten Konferenz der Lehrbeauftragten an deutschen Musikhochschulen. lch verbinde sie mit einem ebenso herzlichen Dank für die große Leistung, welche Sie in allen Bereichen der musikalischen Berufsausbildung und somit gleichermaßen auf künstlerischem, pädagogischem und wissenschaftlichem Gebiet erbringen.

Die Bedeutung der Musikhochschulen für das Musikleben in Deutschland belegt gleichzeitig den Anspruch, die Unverzichtbarkeit und den Erfolg lhrer Arbeit.

Der Deutsche Musikrat bedauert, dass es bis heute nicht gelungen ist zu erreichen, dass lhre die Hochschulausbildung wesentlich mittragende Arbeit durch entsprechende Vergütung und soziale Mindeststandards gewü rdigt wird. Der Bundesfachausschuss Musikberufe und das Präsidium des Deutschen Musikrates haben bereits 2008 eine Resolution zur Situation der Lehrbeauftragten an den künstlerischen Hochschulen in Deutschland verabschiedet, deren Forderungen im Hinblick auf ihre aktuelle Konferenz im Dezember 2010 ausdrücklich bekräftigt wurden:

  • Pflichtangebote der künstterischen Lehrfächer müssen grundsätzlich durchhauptamtliche bzw. hauptberufliche Lehrende abgedeckt werden.
  • Die Honorierung muss vergleichbar derjenigen der hauptamtlichen Lehrkråifte erfolgen. Dies beinhaltet ausdrücklich eine Dynamisierung in Anlehnung an die Einkommensentwicklung im Hochschulbereich.
  • Die soziale Grundsicherung muss auch auf der Basis einer nebenberuflichen Tätigkeit gewährleistet werden.
  • Die politisch Verantwortlichen in den Ländern sind gefordert, den Hochschulen die hierfür erforderlichen Mittel und Rechte zur Verfügung zu stellen.

Verehrte, liebe Kolleginnen und Kollegen, gemessen an der derzeitigen Realität -die allerdings deutliche Unterschiede zwischen unterschiedlichen Hochschulen und Ländern aufweist -ist dies ein weiter Weg. lch wünsche lhnen, dass Sie mit lhrer Begegnung in Frankfurt den Grundstein dazu legen können, ihn erfolgreich zu beschreiten. Dem Deutschen Tonkünstlerverband danke ich herzlich für sein Engagement zugunsten der Lehrbeauftragten an Musikhochschulen. Auch der Deutsche Musikrat wird lhnen nach Kräften zur Seite stehen.

Berlin, im Januar 2011

Prof. Martin Maria Krüger
Präsident des Deutschen Musikrates