Liebe Mitglieder des Senats,

anbei finden Sie wie versprochen die Rede, die der Rektor der Dresdner Musikhochschule zum Thema „Lehrbeauftragte“ geschrieben hat.

Das Votum von Frau Schlüter hat den Eindruck erweckt, diese Rede mache deutlich, dass die anderen deutschen Musikhochschulen anders mit dem Problem umgehen wie wir. Daher möchte ich folgendes anmerken:

-          Dieser Rede stimme ich – bis auf unwesentliche Kleinigkeiten – voll zu. Herr Klemm vertritt, wenn auch mit etwas mehr Emphase, die Position, die wir als Hochschulleitung auch vertreten.

-          Herr Klemm gibt die gleiche Antwort wie wir auf die Lage: die Politik muss eine Lösung finden, die Hochschulen können das Problem nicht lösen. In seiner Rede findet sich z.B. kein Hinweis darauf, dass die Dresdner Hochschule ihre Lehrauftragssätze von durchschnittlich 20€ bis 25€ erhöhen wird (das sind 10€ weniger als bei uns), die Forderungen der Frankfurter Resolution bezeichnet er wie wir als „momentan nicht realisierbar“.

Wir unterstützen die politische Forderung, nach Verbesserung der Lehrauftragsvergütungen. Der Redlichkeit halber – und nicht weil wir den Lehrbeauftragten nicht wohl gesonnen wären und auch nicht, weil wir keine Verbesserungen wollen – müssen wir aber darauf hinweisen: aus eigener Kraft kann die Hochschule die Situation nicht ändern und sie ist außerdem auf Grund ihrer Budgetierung in einer äußert schwierigen Situation gegenüber dem Land als wesentlichem Geldgeber.

Ich möchte nochmals wiederholen, was ich mehrfach öffentlich gesagt habe, im Senat und an anderer Stelle: das Präsidium schätzt die Arbeit der Lehrbeauftragten sehr. Sie haben die Anerkennung der Hochschule für Ihre Arbeit und Ihren Einsatz.

Mit freundlichen Grüßen Ihr

Thomas Rietschel

Präsident

Hochschule für Musik und Darstellende Kunst