Der Präsident

09.08.201I
m/sh

Stellungnahme zur Frankfurter Resolution


Die Hochschule für Musik und Theater München unterstützt die Belange der Lehrbeauftragten seit langer Zeitt ihr Vertreter im Senat, Hen Eckhart Hermann, war einer der Initiatoren für die Frankfurter Resolution. Diese wurde sowohl im Senat als auch im Hochschulrat noch einmal ausftihrlich diskutiert. Folgende Aspekte scheinen generell, aber auch speziell fiir unser Haus besonders wichtig:


1. Fraglos muss die derzeitige Bezahlung der Lehrbeauftragten nach wie vor als skandalös empfunden werden. Mit allen Mitteln muss auf die zuständigen politischen Instanzen
eingewirkt werden, um diesen Missstand abzuschaffen.
2. Da die Relation zwischen fest angestelltem Lehrpersonal und Lehrbeauftragten sich in einer bedenklichen Schieflage darstellt, werden wir auch weiterhin versuchen, Schritt
fìir Schritt Mittelbaustellen einzurichten, auf die sich dann bevorzugt* erprobte Lehrbeauftragte bewerben können -diese Tendenz verfolgen wir bereits seit etlichen Jahren
mit begrtißenswertem Erfolg.
3. Allerdings sei nicht verschwiegen, dass es für den Studienbetrieb einer Hochschule unerlässlich ist, den Bereich ungebundener Lehrverpflichtungen, wie sie der Lehrauftrag
repräsentiert, zu erhalten. Je nach Schwerpunktbildung bezüglich Fachbereichen und Studentenschaft muss eine gewisse Flexibilitat erhalten bleiben, die eine komplette
Überfi¡hrung des Lehrbeauftragtenpersonals in feste Stellen nicht garantieren könnte,

Mit freundlichen Grtißen
Prof. Dr. Siegfried Mauser

* Korrektur vom 12. 10. 2011:

Lieber Herr Hermann,
ich sprach eben mit Prof. Dr. Mauser über seine offensichtlich missverständliche Stellungnahme vom 9.8.2011 zur Frankfurter Resolution . Prof. Dr. Mauser bedauert dieses Missverständnis und stellt klar, dass sich Lehrbeauftragte zu den gleichen Bedingungen wie alle anderen Bewerber auch auf freiwerdende Mittelbaustellen bewerben können. Mit „bevorzugt“ hatte er gemeint, dass Lehrbeauftragte gegebenenfalls auf solche offenen Verfahren aufmerksam gemacht werden können – was bei anderen Bewerbern natürlich nicht der Fall ist.

Die Formulierung „bevorzugt … bewerben können“ ist von der Sache her eigentlich klar, denn mit der Bewerbung ist ja noch nicht eine Entscheidung über die Besetzung der Stelle verknüpft. Wenn die Position des Münchner Präsidenten durch diese Formulierung aber nicht eindeutig sein sollte, bittet er darum, den Begriff „bevorzugt“ aus seinem Text zu entfernen, damit auf diese Weise seiner ursprünglichen Intention Rechnung getragen wird. Der fragliche Satz unter 2. lautet dann: „…werden wir auch weiterhin versuchen, Schritt für Schritt Mittelbaustellen einzurichten, auf die sich dyann erprobte Lehrbeauftragte bewerben können …“.....

Mit besten Grüßen
Dorothee Göbel M.A
Persönliche Referentin des Präsidenten