Am 16.11.2015 beteiligten sich die Lehrbeauftragten des Fachbereiches Musik der Martin- Luther-Universität Halle-Wittenberg an der bundesweiten Aktionswoche der bklm mit einer Veranstaltung. Im Mittelpunkt an diesem Aktionstag standen Diskussion und Information. Gäste waren der Institutsleiter Prof. Marggraf und der ver.di-Gewerkschaftssekretär, Sascha Rabe.

 

Nach den Errungenschaften des Jahres 2014 ging es um die Frage, wie ein weiteres Voranschreiten, nicht zuletzt in der Honorardebatte, möglich ist. Einigkeit bestand darin, dass zu diesem Zweck die Kommunikation der ca. 50 Lehrbeauftragten am Hause intensiviert werden muss. Erste Schritte in diese Richtung sind ein ab Dezember 2015 monatlich stattfindender Lehrbeauftragten-Stammtisch sowie die Internetpräsenz der Lehrbeauftragten- Vertreter in einem sozialen Netzwerk.

Der Institutsleiter Prof. Marggraf wurde zur momentanen Situation und zu den Möglichkeiten einer Etablierung der Lehrbeauftragten am Hause befragt. Im Augenblick seien die Honorare stabil. Was die Etablierung der Lehrbeauftragten am Hause betrifft, so mussten vorerst Fragen offen bleiben.

Ein wichtiger Diskussionspunkt waren die Rahmenrichtlinien für die Lehrbeauftragten (Amtsblatt 04/2015). Erwähnt werden hier die Möglichkeit einer Prüfungsvergütung und die Bezahlung von Unterrichtsausfall, der durch die Uni verschuldet wurde. Inwiefern diese Regelungen für die Lehrbeauftragten (Musik) zutreffend sind, gilt es zu prüfen.

Nicht nur hinsichtlich des Honorars wird die Ungleichheit zwischen den Lehrbeauftragten und den festangestellten Mitarbeitern deutlich. So dürfen sich Lehrbeauftragte im Unterschied zu den festangestellten Mitarbeitern beispielsweise keine Noten aus der Uni-Musikbibliothek ausleihen und besitzen keine Möglichkeit am Kopierer der Uni-Musikbibliothek Kopien anzufertigen. Letzteres funktioniert nur mit einer Studentenkarte oder einer Uni-Copykarte.

Desweiteren werden die Lehrbeauftragten zwar auf der Internetseite der Universität erwähnt, sie besitzen jedoch keine Uni-Mail-Adresse, wodurch die Erreichbarkeit eingeschränkt ist.

Dies sind scheinbare Kleinigkeiten, die jedoch den universitären Alltag negativ prägen.

Am Ende der Veranstaltung wurden die alten Lehrbeauftragten-Vertreter entlastet und die neuen Lehrbeauftragten-Vertreter gewählt. Für die Lehrbeauftragten-Vertreter wird am Musikinstitut der Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg auch der Begriff des Lehrbeauftragtenrates verwendet.

i.A. Lehrbeauftragten-Vertreterin,

Kathleen Gutsche