Um den Forderungen der Lehrbeauftragten in Halle Nachdruck zu verleihen, veröffentlichen die SprecherInnen der bklm einen offenen Brief an den Rektor in Halle, der wegen der jüngsten Ereignisse verfasst wurde. Er geht auch an das Ministerium Sachsen-Anhalt, den Personalrat der Uni Halle und den Vorsitzenden der Rektorenkonferenz an deutschen Musikhochschulen (RKM) und er wird auf unserer facebook-Seite veröffentlicht.
Der Rektor hatte die Lehrbeauftragten mitten im Semester aufgefordert, nur 12 SWS, statt der im Lehrauftrag vereinbarten 15 SWS, abzurechnen. Einige Lehrbeauftragte hatten aber schon mehr als 12 SWS gegeben, andere betreuen Studierende mitten in der Prüfungszeit, die sie jetzt nicht im Stich lassen wollen. Solch einen Umgang mit Lehrbeauftragten kann die bklm nicht unkommentiert lassen.
 
Hintergründe:
Nachdem viele Lehrbeauftragte durch den stark verzögerten Beginn der Unterrichstaufnahme durch die finanziellen Querelen dieses Semesters (SS 2014) im Akkord Stunden erteilt und nachgeholt haben, erreichte uns in der 12.Semester-Woche die Nachricht, doch nur 12 Stunden pro Student abzurechnen , statt den vertraglich vereinbarten 15, da der Haushalt nicht ausreicht. Es gab Kollegen, die schon über dieser Linie lagen, bzw. gerade an dem Punkt angekommen waren. Diese hätten umsonst gearbeitet oder den Unterricht sofort niederlegen sollen. Kurz vor den vielen Abschluss-Prüfungen undenkbar.

Die Lehrbeauftragten haben sich gemeinsam dazu entschlossen der Bitte des Rektorats nicht Folge zu leisten und werden, wie vertraglich vorgesehen, 15 Wochen unterrichten und abrechnen. Im Notfall wird das Gehalt gerichtlich erstritten.

Julia Preußler-Lehrbeauftragtenvertreterin