Dennis Maelzer, Mitglied des Landtags Nordrhein-Westfalen, Landtag NRW •
Frau Ministerin Svenja Schulze E-Mail: Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!, Völklinger Straße 49,40221 Düsseldorf Düsseldorf, 05.05.11
Situation der Lehrbeauftragten an Musikhochschulen
Sehr geehrte Frau Ministerin, liebe Svenja Schulze,
als Wahlkreisabgeordneter habe ich heute in der Hochschule für Musik Detmold an einer Podiumsdiskussion anlässlich des Aktionstages der Lehrbeauftragten an Musikhochschulen teilgenommen. Die Hauptforderungen der Lehrbeauftragten an

Musikhochschulen beziehen sich auf eine deutliche Anpassung der gewährten Vergütung, eine kontinuierliche Anpassung der Honorare an die Lohnsteigerungen im öffentlichen Dienst und auf eine bessere soziale Absicherung. Diese Forderungen sind nachvollziehbar und finden meine Unterstützung. Die Lehrbeauftragten tragen die Hauptlast der Lehre an Musikhochschulen. Dies unterscheidet Musikhochschulen von zahlreichen Fächern an Universitäten und Fachhochschulen.

Diese Tendenz hat sich mit der Einführung von Bachelor und Masterstudiengängen verstärkt. An der Hochschule für Musik in Detmold wird deutlich mehr als 50 Prozent der Lehre von Lehrbeauftragten erbracht. Seit dem Jahr 2002 ist keine Anhebung der Sätze für Lehrbeauftragte erfolgt. Dies wird von den Betroffenen als Geringschätzung ihrer Lehrleistung gewertet. In diesem Zeitraum sind die Gehälter im öffentlichen Dienst um etwa 14 Prozent gestiegen.

Ich würde es sehr begrüßen, wenn das Ministerium für Innovation, Wissenschaft und Forschung, eine Anpassung mindestens im Rahmen der tariflichen Steigerungen im öffentlichen Dienst der vergangenen Jahre ermöglichen würde. Auch eine höhere Anpassung wäre angemessen: Im Jahr 1970 betrug der Stundensatz eines Lehrbeauftragten im Vergleich zu einer C3-Professur noch 82,35 Prozent. Aktuell sind es lediglich noch gut 40 Prozent (Statistisches Jahrbuch). Eine höhere Anpassung der Bezüge von Lehrbeauftragten könnte dazu beitragen, diese Lücke zu verringern, denn vielfach verfügen die Personengruppen über ähnliche Qualifikationsprofile. Künftig würde auch eine kontinuierliche Anpassung der Bezüge der Lehrbeauftragten an Musikhochschulen an die Tarifsteigerungen im öffentlichen Dienst, dem Gerechtigkeitsempfinden der Betroffenen entgegenkommen und die Motivation der Lehrbeauftragten stärken.

Die Befristungen von Lehraufträgen sorgen insbesondere für langjährig tätige Lehrbeauftragte zu großer sozialer Unsicherheit. Deshalb bitte ich zu prüfen, inwieweit insbesondere für langfristig tätige Lehrbeauftragte, eine Entfristung rechtlich möglich ist oder ein Aufwuchs an unbefristeten Stellen durch das Ministerium erwogen wird.

Ich bedanke mich im Voraus herzlich für Ihre Mühe und stehe für Rückfragen gerne zur Verfügung.

Mit freundlichen Grüßen

Dennis Maelzer MdL

 

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