Gute Nachrichten aus NRW!

Köln, 06.12.2012
Anfang dieses Jahres (2012) kam die Nachricht aus dem Ministerium für Innovation, Wissenschaft und Forschung, dass die Honorare der Lehrbeauftragten an Musikhochschulen ab Januar 2012 erhöht würden, und zwar um den Betrag, der uns seit der letzten Erhöhung vor ca. 10 Jahren „entgangen“ ist. Auf Nachfragen wurde die Zahl von ca. 15 % genannt. Dazu würde überlegt, die Entwicklung der Honorare der MHS-Lehrbeauftragten an die Tarif-Entwicklung im Öffentlichen Dienst zu koppeln.

 

Was dann passierte, ist hinlänglich bekannt: Der Haushalt 2012 kam nicht durch den Landtag, dieser löste sich auf und es gab Neuwahlen – die glücklicherweise in stabileren Verhältnissen endeten.

Dadurch war natürlich unsere „Erhöhung“ erst mal vom Tisch! Keine Aussagen, nur Vermutungen und „evtl. dann 2013“ mehr.

Vor wenigen Monaten sickerte das Gerücht durch, dass es „einen starken politischen Willen“ im Ministerium geben würde, der eine Erhöhung der Honorare rückwirkend ab dem 01.01.2012 geben sollte – wir Lehrbeauftragten sollten schließlich nicht die Leidtragenden der politischen Spielereien um die Auflösung der Landtages sein.

So ist es jetzt also gekommen: auf der letzten bklm Ende Oktober in Köln kam die Aussage von NRW-MdL Dr. Ruth Seidl (Grüne), es gäbe die Erhöhung von 12,3 % rückwirkend für 2012 und für 2013 noch einmal 2,7%, ges. also 15%!

Vor wenigen Wochen dann der Anruf, der Landtag hätte dem zugestimmt und der Erlass wäre raus! Die Auszahlung an die Hochschulen hat begonnen, bis allerdings das Geld bei uns ankommt, wird es wohl 2013 werden. Aber die Kölner Hochschule hat uns zugesagt, diese Erhöhung würde voll an uns LB weitergegeben!

Erfreulich ist, dass wir dieses nur durch Verhandlungen – und gelegentliche „Streikandrohungen“ – aber ohne Streik-Aktionen erreicht haben.

Die nächsten Ziele sind der zweite Teil der Erhöhung: 2,7% für 2013 und die jährliche Anpassung unserer Honorare an die Tarifentwicklung im öffentlichen Dienst.

Aus dem Ministerium heißt es, der politische Wille sei da!

Was bedeutet das für uns?

Ich sehe darin eine sehr gutes Signal, dass unsere Problematik bei den Politikern angekommen ist, und einen Schritt in die richtige Richtung. 15% in 10 Jahren – das bedeutet ca. 1% pro Jahr – kann und darf nicht das Ende sein. Wenn man z.B. sieht, dass die Bahn pro Jahr ca. 3 % Erhöhung durchsetzt, die wir ja z.T. für unsere „nicht erstatteten“ Fahrten selbst tragen, sind 1 % p.a. nicht wirklich viel.

Aber es ist ein Signal, welches hoffentlich auch in den anderen Bundesländern wahrgenommen wird.

 

Friedemann Immer

Sprecher der bklm

Senatsvertreter der Lehrbeauftragten an der HfMT Köln