1)      "Fünfjahreslösung"

Wie auf der 2. BKLM in Berlin geschildert, gab es in Hannover innerhalb der FG Musiktheorie den Vorschlag einer sog. Fünfjahreslösung. Dabei sollte es sich um eine Absprache handeln, die einerseits den LB eine Arbeitsplatzgarantie über fünf Jahre bietet, andererseits aber beinhaltet, dass sich jeder Lehrbeauftragte nach fünf Jahren wieder auf seinen Lehrauftrag bewerben muss.

Letzten Endes ging es also um eine Vorratslösung, die es der FG ermöglichen sollte, bei Bedarf jedes Semester 1-2 Kandidaten zu haben, die im Falle entsprechender Notwendigkeiten nicht weiterbeschäftigt würden. Von den vielen Gründen, die dagegen einzuwenden wären, seien an dieser Stelle exemplarisch das dadurch entstehende schiefe Verhältnis der LB zu den hauptamtlichen  Kollegen und das fehlende Vertrauen, das langjährig am Haus arbeitenden und daher bewährten LB zugunsten des hier falsch verstandenen Prinzips der Bestenauslese entgegengebracht wird, genannt.

Mithilfe einer Initiative der BKLM bzw. der stellvertretenden Sprecherin Ulrike Höfer, die sich mit einem Brief an die FG und die Präsidentin der HMTMH wandte, konnte eine Vollversammlung der FG erreicht werden, auf der die Bedenken der LB ernst genommen und offen diskutiert wurden. Als Resultat wurde die Fünfjahreslösung ausgesetzt. Außerdem wurde vereinbart, dass min. eine FG-Sitzung im Semester unter ausdrücklicher Beteiligung der LB und mit entsprechender terminlicher Absprache stattfinden soll.

 

2)      Vollversammlung und Wahl eines Sprecherteams

Im Laufe des SS 2012 gelang es, eine erste "Vollversammlung" zu organisieren, die am 19.06. stattfand und zu der immerhin etwa 20 LB kamen. Auf dieser ersten Versammlung wurde ein Team von sechs Sprechern als offizielle Vertreter der großen Gruppe der LB (etwa 240 in Hannover!) bestimmt. Damit war es möglich, zur 3. BKLM in Köln zwei offizielle Vertreter zu schicken.

Als problematisch stellte sich allerdings die Festlegung auf einen einzigen Termin heraus, da viele LB nur an einem einzigen Tag überhaupt an der Hochschule anwesend sind. Daher fanden jetzt als nächster Schritt an vier Tagen hintereinander "Infoveranstaltungen" statt, mit denen wir eine größere Anzahl von LB erreichen wollten. Leider war auch hier die Beteiligung mit 4-9 LBen pro Treffen ziemlich mäßig.

Offenbar muss in Hannover der Weg zunächst in die einzelnen FGen gehen, um die KollegInnen persönlich anzusprechen und zu motivieren.

 

3)      Weitere Aktivitäten

Ebenfalls im Laufe des Sommersemesters wurde ein schwarzes Brett als Informations-Plattform für die LB eingerichtet, das von einer Kollegin aus dem Sprecherteam gepflegt wird. Hier haben wir u.a. die Frankfurter Resolution, die Kontaktdaten des Sprecherteams und einige Plakate platziert.

Außerdem fand Ende September ein erstes Gespräch mit der Präsidentin der Hochschule, Frau Rode-Breymann, sowie dem für Verwaltung und Finanzen zuständigen Vizepräsidenten Bruns statt. Seitens der Hochschule wurde es als positiv hervorgehoben, einen direkten Ansprechpartner für die Belange der LB zu haben. Darüber hinaus bestand Einigkeit darüber, dass eine finanzielle Verbesserung der Situation der LB nur gemeinsam und auf politischem Wege erreicht werden kann.

Ein Resultat dieses Gespräches war, dass uns die Honorarlisten, nach denen die LB an der HMTMH vergütet werden, offiziell zugänglich gemacht wurden. Sie können nun als Grundlage weiterer Diskussionen verwendet werden.

Weiterhin erhielten wir die Gelegenheit, das Sprecherteam auf der Semestereröffnung des WS 12/13 der Hochschulöffentlichkeit vorzustellen. Hier wurde seitens der Präsidentin vor allem der politische Charakter unserer Arbeit hervorgehoben.

Im Zuge der neuen Gremienstruktur der HMTH ist zudem eine Vertretung der LB in beratender Funktion im Senat vorgesehen, die wir auch aktiv nutzen wollen.