Protokoll der Vollversammlung vom 14. November 2012
Bericht BKLM
Bundesweite Aktionen wird es erst im Sommersemester 2014 geben. Wichtig wird die Einbeziehung der Studenten (ASTEN etc.), die z.B. nach (vorher abgesprochenem) Prüfungsausfall, vor höheren Instanzen vernehmbar klagen.

Der Rektor kommt.

 

 Um Dr. Grüner die Möglichkeit zu geben sich ein Bild von der Dimension des Problems zu machen, erhielten alle Anwesenden 1 min Zeit Ihre Sicht der Dinge zusammenzufassen. Dabei wurde deutlich, dass ein sehr hoher Anteil der Lehrbeauftragten in existenzieller Weise von den Problemen betroffen ist, zum einen wirtschaftlich, zum anderen durch die in der Folge entstehenden Zeit- und Arbeitsaufwandsprobleme.

 

Dr. Grüner äußerte Verständnis, und berichtete, dass ihm das Problem erst auf der letzten Rektorenkonferenz durch den Vortrag der bklm Sprecherin, Karola Theil, bewusst wurde. Was ihm und den anderen Rektoren völlig neu ist, ist die Feststellung dass wir davon leben. Auch das wurde in der Rektorenkonferenz angezweifelt. Argumentiert wird, wie üblich, mit den Marktgesetzen. Glücklicherweise ist das nicht Dr. Grüners Position, der erstaunt war von der Hartleibigkeit mancher Kollegen.

 

 

 

Zur Frage: Wie können wir Macht entwickeln?

 

Hier ergeben sich zwei Wege: Erstens der Weg über die bklm, also der bundesweiten Solidarisierung. Hier ist der Stand: die Rektoren diskutieren, ob es stimmt dass es Leute gibt, die von Lehraufträgen leben. Hier findet aber gerade einen Mentalitätswandel statt. Im November tagen die Kanzler der deutschen Musikhochschulen, die das Thema auf der Tagesordnung haben. Die Ergebnisse sind hier abzuwarten, bevor weiteres beschlossen werden kann.

 

Wir hoffen, dass die Sensibilisierung für dieses Problem durch Dr. Grüner auch in höhere Instanzen übermittelt wird, die offenbar nicht wissen, in welcher Weise wir betroffen sind.

 

 

 

Zweitens lassen sich einige Probleme bereits jetzt lösen, wie einige Punkte des Mindestanforderungspapiers. Wir freuen uns, dass bereits begonnen wurde, einige Punkte umzusetzen.

 

Dr. Grüner regt an, eine veränderte Kultur der Wertschätzung auch innerhalb des Hauses zu pflegen, was den Umgang und die Anerkennung unserer Arbeit betrifft. So wird darüber nachgedacht die Kettenverträge durch längere Perspektiven zu ersetzen.

 

Es wurde erwogen, Honorarprofessuren zu vergeben.

 

Um eine kontinuierliche Verbesserung der Kommunikation zu ermöglichen, wurde angeregt einen institutionalisierten Kanal ins Rektorat anzulegen.

 

Wegen konkreter Verbesserungen im Haus soll es ein Treffen mit dem Rektorat, Dekanat und den Vertretern der Lehrbeauftragten geben.

 

 

 

Bereits vor 30 Jahren hat die DOV eine Initiative gestartet, die gescheitert ist, weil die DOV kein ausreichendes Mandat zur Vertretung der Lehrbeauftragten hatte, weil nicht genug Mitglieder beigetreten waren, für die sie rechtmäßig hätte Verhandlungen führen können. Eine erneute Initiative der DVO setzt sich neuerdings für alle Lehrbeauftragten an Musikhochschulen (und freie Musiker) ein und wirbt intensiv für neue Mitglieder, es kostet wirklich nicht viel!

 

Deutsche Orchestervereinigung e.V.

 

Postanschrift:
Postfach 02 12 75
10124 Berlin

Tel.: 030.827 90 80
Fax: 030.827 90 817

e-Mail: Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!