16.03.2011

An der UdK Berlin fanden drei äußerst konstruktive Gespräche zwischen der Universitätsleitung und den Vertretern der Lehrbeauftragen statt.

Die Universität wurde vertreten durch den Präsidenten Prof. Martin Rennert, den Kanzler Wolfgang Abramowski, dem Dekan der Fakultät Musik Prof. Dr. Wolfgang Dinglinger und der stellvertretenden Personalleiterin, Frau Bossier. Die Lehrbeauftragen wurden vertreten durch Andreas Ickstadt, Prof. Birgit Schmieder und Helge Harding.

Die Leitung steht den Problemen der Lehrbeauftragen sehr verständnisvoll und aufgeschlossen gegenüber und ist sich der Probleme sehr bewusst. Dabei wurde die Frankfurter Resolution insgesamt sehr kritisch gesehen. Vor allem da sie die Situation an der UdK nur sehr unzureichend und ungenau abbildet.

Unmittelbares Ergebnis der ersten beiden Gespräche war eine überraschende Erhöhung der Entgelte für Lehraufträge ab dem Sommersemester 2012: in der untersten Stufe um 5%, in der mittleren Stufe um 4%, die höchste Stufe bleibt unverändert.

Damit erhöht der Präsident auf eigene Initiative die Entgelte stärker als vom Land Berlin im neuen Hochschulgesetz vorgegeben. Er ist sich dabei bewusst, dass dies lediglich eine längst überfällige Geste und kein großer Wurf ist. Unter den Umständen geht allerdings be-reits diese Maßnahme an die Grenze des Finanzierbaren.

Eine Erhöhung der Entgelte für Prüfungsleistungen wird trotzdem derzeit berechnet. Außer-dem soll auch über die Zahlung von Entgelten für die Mitarbeit in den akademischen Gre-mien verhandelt werden.

Die im Hochschulgesetz neu vorgesehene Vergabe von Lehraufträgen über die Dauer von zwei Semestern wird auf ihre Praxistauglichkeit geprüft.

Geplant sind außerdem die Einführung eines Ausweises, der die Zugehörigkeit der Lehrbeauftragten zur UdK Berlin dokumentieren soll, sowie weitere unentgeltliche Maßnahmen, die eine Anerkennung der sehr geschätzten Arbeit der Lehrbeauftragen zum Ziel hat.

Wesentlich weitergehende Maßnahmen werden von der Leitung allerdings aufgrund der Rahmenbedingungen vorerst als unrealistisch angesehen.

Vor allem nach dem letzten Gespräch wurde erneut sehr deutlich, dass die Tätigkeit von Lehrbeauftragten ihrem Wesen nach nebenberuflich ist, auch wenn das oft nicht der individuellen Situation entspricht.


Am 06.02.2012 fand die erste Vollversammlung der Lehrbeauftragten der Fakultät Musik statt. Bei diesem gut besuchten Treffen wurden drei Lehrbeauftragten-Sprecher/innen (Prof. Birgit Schmieder, Helge Harding und Andreas Eschen) und deren Vertreter/innen (Detlef Bensmann und Dr. Prisca Salib) gewählt.

Für die Lehrbeauftragten der Fakultät Musik wurde eine eigene E-Mail-Adresse eingerichtet. Diese wird sowohl zur Information der Kollegen seitens der Sprecher genutzt, als auch als zentrale Anlaufstelle für alle Fragen seitens der Kollegen und hat sich als Mittel zur Kommunikation bereits bewährt.


 

28.4.2011
Bei uns arbeiten inzwischen die gewählten Vertreter der Berufsgruppe 2 (Festangestellte und Lehrbeauftragte) zusammen mit zwei sehr engagierten Lehrbeauftragten, Prof. Birgit Schmieder und Helge Harding, an der Verbreitung der Frankfurter Resolution. Sie ist inzwischen an alle Lehrbeauftragten, die per E-Mail erreichbar sind, verschickt worden. Im Vorlesungsverzeichnis, aus dem wir die Adressen extrahiert haben, gibt es 362 Einträge. Davon sind allerdings eine ganze Reihe nicht "echte" Lehrbeauftragte, sondern studentische Tutoren. Sie sind vermutlich aus vertragstechnischen Gründen in diese Gruppe eingeordnet. Doch lässt sich eine korrekte Zuordnung nicht vornehmen.
Für Mai ist ein Gespräch mit dem Dekan der Fakultät Musik geplant, Ein Gespräch mit dem Präsidenten, der an unserer Universität auch den drei anderen Fakultäten "Bildende Kunst", "Darstellende Kunst" und "Gestaltung" vorsteht, soll sich anschließen.
Eine Reaktion auf die FR gibt es seitens der Universitätsleitung noch nicht.

Innerhalb Berlins fanden mehrere Treffen mit der sowie mit den LB-Vertretern der Musikhochschule Hanns Eisler und dem Jazzinstitut Berlin als auch der AG Lehrbeauftragte der GEW statt, um politische Kontakte vorzubereiten. Letztere werden angesichts der bevorstehenden Wahlen zum Berliner Abgeordnetenhaus im September diesen Jahres von entscheidenderer Bedeutung sein als die Aktionen innerhalb der Universität/Hochschule.

Da es sich um gemeinsame Aktionen mit den Vertretern von Hanns Eisler und JIB handeln muss, warten wir derzeit noch auf die dort für Mitte Mai anstehenden Wahlen der LB-Vertreter.

Kontakte zu den entsprechenden wissenschafts- und kulturpolitischen Sprechern der Parteien sind geplant. Versuche, an den Kulturrat und Musikrat heranzutreten, sind noch nicht beantwortet worden.

Andreas Ickstadt