19. Februar 2013
Von: "AStA Freiburg"
Liebe SenatskollegInnen,
falls Sie nicht am AStA-Brett vorbei gekommen sind, untenstehend unsere Stellungnahme zur Kündigung Andreas Erchingers:

 

Der AStA bedauert außerordentlich, dass Andreas Erchinger sich entschlossen hat, die MH zu verlassen. Durch seinen Weggang verliert die Studierendenschaft und damit die Hochschule nicht nur einen engagierten Pädagogen, sondern auch einen ausgezeichneten Jazz-Musiker, von dessen praktischer Erfahrung die Studierenden viel profitieren konnten.

Sein Entschluss ruft uns erneut in Erinnerung, dass ein wesentlicher Teil des Lehrpersonals unter Bedingungen arbeiten muss, die ein kontinuierliches Arbeiten im Hochschulbereich erschwert und im schlimmsten Fall unmöglich macht. Unter dieser Diskontinuität leiden die Studierenden ebenso, denn mit ihrem Dozenten / ihrer Dozentin zusammen wissen sie oftmals am Ende des Semesters nicht, ob die gemeinsame Arbeit im nächsten Semester fortgesetzt werden kann. Dazu kommen für die Lehrbeauftragten die niedrigen Löhne sowie fehlende Sozialleistungen.

Wir sind der Meinung, dass eine Hochschule nur dann lebendig und innovativ sein kann, wenn für alle Seiten Arbeitsbedingungen geschaffen werden, die eine Konzentration auf die Inhalte des Studiums möglich machen. Die Situation der Lehrbeauftragten in Baden-Württemberg widerspricht diesem Ideal entschieden. Der AStA der MH Freiburg wiederholt deshalb in Anlehnung an die Bundeskonferenz der Lehrbeauftragten an Musikhochschulen (BKLM) seine Forderung, die Bedingungen für Lehrbeauftragte zu verbessern, da in der jetzigen Situation der Lehrbetrieb und somit auch die Qualität der Studiengänge erheblich darunter leidet. Vor allem Land und Hochschulen stehen nun in der Pflicht, zu handeln. Wir unterstützen jegliche Bemühungen der Hochschulen, hierfür zusätzliche Landesmittel einzufordern und stehen für Gespräche mit allen Seiten gerne bereit.

Beste Grüße

Christian Buchholz für den AStA