Zum 1.1.2017 haben sich die  Lehrbeauftragtenvertretungen der beiden sächsichen Musikhochschulen zur Sächsischen Landeskonferenz der Lehrbeauftragten an Musikhochschulen zusammengeschlossen. Gemeinsam vertreten sie gegenüber den Hochschulleitungen und politischen Verantwortlichen die Interessen der Lehrbeauftragten. In der Sächsischen Erklärung sind gemeinsame Positionen, Ziele und Forderungen formuliert.

 

Friedemann Immer, ehemaliger bklm - Sprecher, berichtet:
 
Dietmar Bell, SPD MdL und Vorsitzender im Wiss.-Ausschuss und ich haben uns seit längerem bemüht, einen Antrag für das Wahlprogramm der NRW SPD zu formulieren und zur Abstimmung zu bringen. Dieses ist jetzt geschehen! Die NRW SPD hat ganz offiziell sich zu unseren Zielen oder zumindest einem Teil davon bekannt.
 
So schreibt Dietmar Bell an eine Kollegin:
Friedemann Immer und ich haben in den vergangenen Wochen hinter den Kulissen intensiv gearbeitet und einen Antrag auf den Parteitag eingebracht, der sich mit der unzufrieden stellenden Situation der Lehrbeauftragten an den Musikhochschulen in NRW befasst. Der jetzt beschlossene Text lautet wie folgt:
„Wir werden nach den Prinzipien der Guten Arbeit auch gesetzliche und untergesetzliche Maßnahmen ergreifen, um die Beschäftigungsbedingungen von Lehrbeauftragten an den Musikhochschulen des Landes zu verbessern. Wichtige Eckpunkte sind dabei die regelmäßige Anpassung der Vergütung an die Tarifentwicklung und die Einrichtung von Dauerstellen.“
Damit ist ein wichtiger Meilenstein erreicht: Die Verbesserung Eurer Arbeitsbedingungen ist jetzt Teil der Programmatik der NRW SPD. Wie geht es weiter? Sollten wir nach der Wahl in der Situation sein, Koalitionsverhandlungen zu führen, würden wir versuchen, dass in einen Koalitionsvertrag hinein zu verhandeln, um es dann in der folgenden Legislaturperiode umzusetzen. Insoweit wäre es sicher hilfreich, dieses Thema an den Standorten in NRW weiter zu diskutieren und bekannt zu machen.
 
 

Die BKLM-Homepage wurde zu einem neuen Verantwortlichen übertragen. Für kurze Zeit war deshalb die Homepage nicht erreichbar.

Wir bitten um Entschuldigung.


Auf der 7. bklm in Dresden am 22./23. Oktober hat die Bundeskonferenz in der Hochschule für Musik die "Dresdner Erklärung" verfasst.

Hier dazu die Presseerklärung der Deutschen Orchestervereinigung DOV.

 

 

Das Netzwerk "Prekäres Wissen", eine Initiative um den Soziologen Peter Ullrich von der Technischen Universität Berlin, hat in einem Bericht 60 Beispiele von Honorartätigkeiten an Hochschulen und anderen Bildungseinrichtungen zusammengetragen. Die Studie zeigt, dass die Bezahlung für Lehraufträge an Hochschulen mit Stundenlöhnen zwischen 25 und 45 Euro - je nach Qualifikation und Universität - den realen Arbeitsaufwand nicht abdeckt. Oftmals lag der tatsächliche Brutto-Stundenlohn unter dem gesetzlichen Mindestlohn von 8,50 Euro.

prekaereswissen.wordpress.com/honorartabelle-prekare-beschaftigung/


Nachdem die Lehrbeauftragten-Vertreter an der hmt Rostock mit dem Rektorat und Vertretern des Landesministeriums in Schwerin jahrelang über Verbesserung der Bedingungen für die Lehrbeauftragten gesprochen hatten, gipfelte dieser Druck in dem bundesweiten Aktionstag im November 2014. Zahlreiche KollegInnen (auch Nicht-Lehrbeauftragte), viele StudentInnen und Vertreter der GEW und der DOV waren trotz Bahnstreiks nach Schwerin gekommen.